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Kaarst: Drei Kuvasz-Hunde sind nach Rettung vermittelt

Nach Rettung verwahrloster Hunde : Drei Kuvasz-Hunde aus Kaarst sind vermittelt

Drei Tiere haben ein Zuhause gefunden. Für einen Hund sammelt das Tierheim Oekoven in Rommerskirchen Spenden.

Im August waren Kostenpflichtiger Inhalt 18 verwahrloste Hunde der Rasse Kuvasz aus einem Haus in Kaarst gerettet und ins Tierheim Oekoven (Rommerskirchen) gebracht worden. Dort wurde sich intensiv um die Tiere gekümmert und sie wurden wieder aufgepäppelt. Mittlerweile haben drei Tiere ein neues Zuhause gefunden, wie Tierheim-Leiterin Sabrina Schulze auf Nachfrage sagt. „Es haben ganz viele Leute angerufen und sich nach den Kuvasz-Hunden erkundigt, aber es waren nicht die richtigen Halter dabei“, sagt Schulze. Die besondere Rasse braucht besondere Gegebenheiten bei den neuen Besitzern, vor allem einen großen Garten, damit die Herdenschutztiere auch draußen schlafen können. Die Halter sollten im besten Fall über Erfahrung mit solchen Hunden verfügen.

Einen der 18 Tiere hatte es besonders hart erwischt. Als Schulze den Hund mit Polizeischutz aus dem Haus in Kaarst herausgeholt hatte, waren zwar alle verängstigt, aber den Hund namens „Nobody“ hatte es besonders schlimm getroffen. Die Besitzer hatten ihm diesen Namen gegeben, weil er von den anderen Tieren gemobbt wurde und nichts fraß. Das Tierheim Oekoven wollte ihn nicht mehr so nennen und entschied sich, ihn ab sofort Odin zu rufen. Der Name der nordischen Gottheit sei ein starker Name, „der seinen bisherigen Heldenmut, trotz aller Widrigkeiten durchzuhalten, widerspiegeln soll“, wie es auf der Internetseite des Tierheims heißt. Doch Odin geht es nicht gut, er hat diverse Fehlstellungen und muss dringend operiert werden. „Dafür sammeln wir über unsere Facebook-Seite gerade Spenden“, sagt Sabrina Schulze. In einer Spezialklinik in Mainz soll Odin operiert werden. „Das muss ein Spezialist machen, ansonsten hätte er keine Überlebenschancen“, macht Schulze den Ernst der Lage deutlich. Die Einnahmen aus dem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Rommerskirchen werden alle für Odin gespendet.

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Kostenpflichtiger Inhalt Im August hatten sich Nachbarn der Halter über Lärm und massiven Gestank beschwert, so dass das Veterinäramt des Rhein-Kreises am 19. August eine Ordnungsverfügung durchgesetzt und die Tiere aus dem Haus geholt hatte. Dabei wurde ein Polizist vom Halter tätlich angegriffen. Die Halter hatten zuvor eine Frist verstreichen lassen, die Zahl der Hunde auf zwei zu reduzieren. Bereits 2015 erreichten das Kreisveterinäramt Beschwerden über die Hundehaltung. Bei einem Kontrollbesuch sei die Kreisveterinärin jedoch nicht ins Haus gelassen worden. Per Ordnungsverfügung sei der Zugang dann erzwungen worden. Ende Februar sei dann festgestellt worden, dass das Haus geräumt wurde.