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Kaarst: Differenzen zwischen Seniorenbeirat und der Stadt

Jürgen Garbang neuer Vorsitzender des Kaarster Gremiums : Differenzen zwischen Stadt und Seniorenbeirat

Der Kaarster Seniorenbeirat hat einen neuen Vorsitzenden. Jürgen Garbang folgt auf Manfred Schmidt, der sein Amt niedergelegt hat. So richtig wertgeschätzt fühlt sich das Gremium allerdings immer noch nicht.

So richtig überraschend kam der Rücktritt des Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Manfred Schmidt, nicht. Auch Peter Pauwels hat das Gremium verlassen. Jürgen Garbang wurde nun einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der 82-jährige Bauingenieur war bislang stellvertretender Vorsitzender. Diesen Posten übernimmt Dagmar Else Klammer-Brauns.

Zwischen dem Seniorenbeirat und der Stadt gibt es aktuell aus zweierlei Gründen Differenzen: Die Verwaltung stellt keinen Schriftführer mehr zur Verfügung, wie es noch bis vor kurzem der Fall gewesen war. Das wird als Geringschätzung gewertet: „Der Seniorenbeirat ist wie der Stadtrat ein von den Bürgern gewähltes Gremium und kein Ausschuss oder Arbeitskreis“, sagt Jürgen Garbang. „Ich habe das Gefühl, dass die Stadt uns eher als eine Art Beirat sieht“, vermutet Manfred Stranz.

Wie dem auch sei: Bürgermeisterin Ursula Baum wird einen Brief bekommen, in dem das Anliegen noch einmal vorgetragen wird. „Wir können diese Unterstützung sehr gut gebrauchen“, erklärte Garbang. In der letzten Sitzung führte Hans-Peter Kallen das Protokoll.

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Durch den Austritt von Peter Pauwels und Manfred Schmidt ist eine Lücke entstanden. Der Seniorenbeirat hat jetzt nur noch sieben Mitglieder, nicht alle sind aufgrund ihres Alters voll belastbar. In den Bezirken von Pauwels und Schmidt hatte es keine weiteren Kandidaten gegeben, die jetzt nachrücken könnten.

Auch hier sind Seniorenbeirat und Stadt unterschiedlicher Meinung. Im Rathaus wird die Auffassung vertreten, dass bei einer Vakanz ein Nachrücken nur von Personen möglich ist, die auch für diesen Bezirk kandidiert hatten. Dass die Wiederbesetzung so blockiert wird, ist für den Seniorenbeirat nicht nachvollziehbar. Es gäbe Nachrücker für  die beiden Männer, die das Gremium verlassen haben, aber eben nicht aus demselben Bezirk. „Es kann nicht sein, dass sich Senioren engagieren wollen, aber dies nicht dürfen, weil sie in der falschen Straße wohnen, das ist doch Blödsinn“, schimpft Garbang.