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Kaarst: Die Linke macht Politik abseits des Rates

Kaarster Stadtrat : „Die Linke“ macht Politik abseits des Rates

Die Linkspartei ist nicht im Rat der Stadt Kaarst vertreten. Eckhart Rosemann aber sagt: „Wir sind nicht aus der Welt“. Nach der nächsten Kommunalwahl soll sich das auch wieder im Stadtrat zeigen.

Die Partei „Die Linke“ hat bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr 2,4 Prozent der Stimmen erhalten und ist mit einem Sitz in den Stadtrat eingezogen. Gemeinsam mit der FWG Kaarst wurde eine Fraktionsgemeinschaft gebildet. Doch mittlerweile taucht der Name „Die Linke“ nicht mehr auf, wenn der Stadtrat tagt, denn die Fraktion wurde in „FWG-Förderer des Sports“ umbenannt. Das war möglich, weil Sandra Pauen kein Parteimitglied bei den Linken ist und sich für einen neuen Namen entschieden hat. Und dennoch machen Eckhart Rosemann und Monika Zimmermann weiter linke Politik in der Stadt. „Wir haben Themenbereiche, in denen wir kompetent sind und möchten unsere Politik gerne fortführen“, sagt Rosemann.

 Eckhart Rosemann ist Sprecher der Kaarster Linken.
Eckhart Rosemann ist Sprecher der Kaarster Linken. Foto: Stephan Seeger

Am Samstag trafen sich zwölf Mitglieder der Partei „Die Linke“ zu einem politischen Frühstück. Bei Kaffee und Brötchen in der Gaststätte Effershof in Vorst wurde über Politik gesprochen. Rosemann freut sich, dass es wieder einen persönlichen Austausch gibt. „Diese virtuellen Konferenzen sind nicht einfach“, sagt er. Im Mittelpunkt des politischen Frühstücks stand die Frage, wie linke Kommunalpolitik unter den neuen Bedingungen umgesetzt werden kann. Sprecherin Monika Zimmermann fasst die Diskussion wiefolgt zusammen: „Wir sind zur Kommunalwahl mit sehr guten und vor allem umsetzbaren Zielsetzungen angetreten. Sie sind getragen von der Einsicht, dass soziale Verantwortung, Klimapolitik und kommunaler Frieden zusammengehören. Diese Positionen sind ein Drei-Felder-Eck, das aus der Sicht der Linke.Kaarst die Herausforderung für die notwendigen Entscheidungen unserer Stadt ist.“ Rosemann ergänzt: „Die Kompromisse der schwarz-grünen Dominanz in Kaarst bleiben weit unter den Notwendigkeiten und Möglichkeiten. Der Jugend gehen Entscheidungen und Umsetzung zu langsam. Ihre Ungeduld ist nachvollziehbar. Wir brauchen linke Gegenargumente. Egal ob im oder außerhalb des Stadtrats.“

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Auch wenn die Linke derzeit nicht im Stadtrat so vertreten ist, wie sie sich es gewünscht hätte, ist sie in verschiedenen Themenbereichen tätig. Vor allem wird sich die Linke vermehrt in Bürgerinitiativen einbringen, besonders in die Klimainitiative „Kaarster for future“. „Für die Linke ist das besonders wichtig, weil wir sehen, dass die Klimaprobleme stark mit sozialen Problemen zusammenhängen“, sagt Rosemann. Das Zeichen der Partei ist klar: Die Linke ist nicht von der Bildfläche verschwunden und wird auch weiterhin Wahlkampf machen, um spätestens bei der nächsten Kommunalwahl wieder mit einem eigenen Mitglied in den Rat einzuziehen. „Wir sind nicht aus der Welt“, erklärt Rosemann.