Kaarst: Der Karussellbauer von Holzbüttgen

Bernd Wieschollek: Der Karussellbauer von Holzbüttgen

Bernd Wieschollek lädt am Wochenende zum 16. Mal zu seinem Weihnachtsmarkt ein.

Am kommenden Wochenende (8. und 9. Dezember) geht es wieder rund auf dem Lindenplatz in Holzbüttgen – das gilt zumindest für die Kinder, für die zwei kleine Karussells aufgebaut werden. Sie sind Teil des Mini-Weihnachtsmarktes von Bernd Wiescholleck und seinem 24-köpfigem Team. Der Ur-Holzbüttger hatte vor 16 Jahren den ersten Weihnachtsmarkt eröffnet, und zwar in seinem eigenen Garten an der Marienstraße. Auch wenn weitere Buden und Attraktionen hinzugekommen sind: Klein, familiär und gemütlich geht es auf diesem Weihnachtsmarkt auch nach so langer Zeit immer noch zu.

Bernd Wiescholleck ist glücklich mit dem Standort Lindenplatz. Was ihn vor allem berührt, ist die Großzügigkeit der evangelischen Kirchengemeinde: Sie stellt den Strom zur Verfügung – ebenso wie die Toiletten sowie Platz für einige Stände. Und sie betreibt ein Café für alle, die sich zwischendurch mal bei einem Kaffee, Glühwein oder Tee aufwärmen wollen. „Ich habe drei weitere Buden gebaut, sie sind etwas größer als die anderen“, erklärt Bernd Wiescholleck. Auch die beiden Karussells, die er komplett selbst aus Holz gebaut hat, wurden von ihm noch einmal optimiert. Leider war das Wetter im vergangenen Jahr so schlecht, dass sie kaum genutzt werden konnten – jetzt soll aber alles besser werden. Was immer schon gut war: „Ich habe mehrere Teams, auf die ich mich verlassen kann“, freut sich der 66-Jährige. Und das Verhältnis der Akteure untereinander sei auch sehr gut. „Ich glaube, dass sich dieses positive Klima auf den Besucher unseres Weihnachtsmarktes überträgt“, sagt Wiescholleck, der in den zurückliegenden Monaten wieder Hunderte von Arbeitsstunden in das Projekt investiert hat.

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Der Weihnachtsmarkt ist jetzt seit zehn Jahren auf dem Lindenplatz zu Hause. Er ist mit den Jahren stetig gewachsen, aber an seinem ursprünglichen Charakter hat sich kaum etwas geändert. 32 Stände gibt es dieses Jahr – und wie immer ein musikalisches Bühnenprogramm. Auf der Bühne werden unter anderem „Los Chaotos“, die drei Trompeter, auftreten. Für den Sonntagnachmittag werden die „Voices Nobiles“ mit mittelalterlichem A-Capella-Gesang erwartet. Als „Stimmungsverstärker“ wird auch ein Drehorgelspieler dabei sein, der ebenso wie „Voices Nobiles“ auf dem Lindenplatz mal hier, mal dort sein wird. Auf der Bühne wird auch das Duo „Take Two“ zu sehen und vor allem zu hören sein. Auch Bernd Wiescholleck wird seine Auftritte haben: das Allroundtalent singt kölsche Weihnachtslieder.

Um möglichem Regenwetter den Schrecken zu nehmen, werden zwei geräumige Zelte aufgebaut. Was die kleinsten Besucher ganz bestimmt nicht merken werden: Diesmal schlüpft urlaubsbedingt nicht Dieter Hellendahl ins Nikolauskostüm, sondern Hermann Drennhaus. Das Angebot wird vielfältiger sein als je zuvor – so wird Josef Köhlings vom „Bischofshof“ erstmals Gulasch- und Erbsensuppe ausschenken. Der Markt ist am kommenden Samstag und Sonntag jeweils von 12 bis 20 Uhr geöffnet.

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