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Kaarst: Das Konzept vom "Ginger" kommt an

Kaarster Lokalität öffnet mitten in der Pandemie : Das Ginger-Konzept kommt an

Mitten in der Pandemie hat Martina Quandt das „Ginger“ eröffnet. Der Mut hat sich bislang ausgezahlt. Mit der Eröffnung des Lokals hat sich die 51-Jährige einen Lebenstraum erfüllt.

Wie fast jeden Vormittag ist der Gastraum im „Ginger – coffee & more“ gut besucht. Auf der Speisekarte stehen mehrere Frühstücksvarianten zur Wahl: Italienisch, spanisch, klassisch deutsch, dazu werden Bananenbrote, Bubble Waffeln oder Bowls angeboten. „Wir machen es ein bisschen anders als die anderen, das Konzept orientiert sich eher an Düsseldorf“, erklärt Inhaberin Martina Quandt. Es hat sich ausgezahlt: Das Konzept hat sich in Kaarst etabliert.

Im November 2020 erfüllte sich die 51-Jährige sich mit der Eröffnung des „Ginger“ einen Lebenstraum – mitten in der Corona-Pandemie und kurz vor dem zweiten Lockdown. „Ich musste mich erst einmal ein paar Tage sammeln“, erinnert sich Quandt an den holprigen Start. Doch dann legte sie los und begann mit einem Fensterverkauf. Sieben Monate lang reichte sie ihren Gästen Speisen und Getränke durch das Fenster auf die Straße und konnte in dieser Zeit zeigen, was das Besondere in ihrem Laden ist. Im Juni 2021 durfte das „Ginger“ dann endlich öffnen – zuerst den Biergarten, ein paar Tage später auch den Innenbereich. Und von Anfang an haben sich die Gäste wohlgefühlt, so Quandt. „Ich glaube, dass unsere Gäste das Persönliche mögen, das ist ihnen wichtig. Sie fühlen sich hier gut aufgehoben“, erklärt die Chefin ihr Geheimrezept.  Angefangen hat sie mit zwei Mitarbeitern – heute sind es fünf Festangestellte und zehn Aushilfen. „Ich bin stolz darauf, dass unser Team stetig gewachsen ist und wir keine Fluktuation haben“, erklärt Quandt. Vielen anderen Restaurants oder Cafés sind wegen der Corona-Pandemie die Mitarbeiter weggelaufen, weil sie sich beruflich umorientiert haben. „Das ist auch schön für die Gäste, immer von den gleichen Gesichtern begrüßt zu werden“, so Quandt, die vor der Übernahme des „Ginger“ als Buchhalterin angestellt war. Dies kommt ihr nun zugute, da sie als Inhaberin viel mit Zahlen und Organisation zu tun hat.

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Durch die neue 2G-plus-Regelung habe das Tagesgeschäft „etwas an Spontaneität“ verloren, doch der Großteil ihrer Gäste ist bereits geboostert, sodass er nicht zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen müsse. Zum Schutz ihrer Gäste schaffte Quandt professionelle Raumluftreiniger an und kontrolliert penibel die Impfnachweise am Eingang. Da die Gäste per Whatsapp reservieren können, kommt es im Laden zudem zu keinem großen „Stau“.

„Der Weg in die Gastronomie war kein Spaziergang, aber wir sind glücklich und zuversichtlich, ohne Ausfälle gut durch die Pandemie zu kommen“, sagt Quandt, die selbst täglich rund zwölf Stunden für ihren großen Lebenstraum arbeitet. Doch das, sagt Martina Quandt, „ist es mir absolut wert.“