Nachwuchspolitiker in Kaarst Das erste Jugendparlament steht

Kaarst · Das neue Gremium besteht aus insgesamt 17 Jugendlichen. Erste Amtshandlung: Vorstellung im Rat. Nun muss ein Vorsitzender gewählt werden.

 Die gewählten und anwesenden Mitglieder des Jugendparlaments mit Bürgermeisterin Ursula Baum und dem Wahlausschuss.

Die gewählten und anwesenden Mitglieder des Jugendparlaments mit Bürgermeisterin Ursula Baum und dem Wahlausschuss.

Foto: Wolfgang Walter

20 Jahre lang hat es gedauert, nun ist es da: Das neue Jugendparlament der Stadt Kaarst ist am Donnerstag gewählt worden. 17 Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren durften sich über genügend Stimmen freuen. Insgesamt hatten sich 40 Jugendliche für das Gremium beworben.

Bevor Bürgermeisterin Ursula Baum und Christian Horn, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, im Atrium des Rathauses die Namen der Gewählten in alphabetischer Reihenfolge verlasen, herrschte unter den Kandidaten eine spürbare Aufregung. „Es ist super, dass ihr euch alle beteiligt habt. Es gehört Mut dazu, sich dieser Wahl zu stellen“, sagte Baum zu den Jugendlichen und bedankte sich bei Martina Bläser vom städtischen Jugendamt, die die Wahl von Beginn an begleitete. „Es ist uns wichtig, dass ein Jugendparlament kommt. Wir hatten viele Fachleute, die gesagt haben, dass wir lieber fünf McDonalds bauen sollen“, so Baum. Nun aber habe sich der Jugendhilfeausschuss für ein Jugendparlament entschieden – und die Mitglieder stehen fest.

Und die Mischung ist bunt: Das Albert-Einstein-Gymnasium ist mit sechs Mitgliedern vertreten (Mia Greven, Yi Julian Huang, Sophie Kalisch, Conrad Kreuels, Markus Meinert, Megumu Wenzel, Zoheib Zabihi), jeweils vier Mitglieder kommen vom Georg-Büchner-Gymnasium (Nicolas Kampas, David Leitz, Clara Reuter, Jonatan Röhlig) und der Gesamtschule (Thierry De Schryder, Sophie Franke, Erik Hanovsek, Finn Heidrich), auch die Realschule stellt zwei Mitglieder (Vincent Rosenkranz und Jonah Sieben).

Die jüngsten Mitglieder sind 13 Jahre alt, die ältesten 17. Doch auch diejenigen, die nicht gewählt wurden, können sich einbringen. „Ihr könnt immer mitarbeiten, auch wenn ihr keine gewählten Mitglieder seid. Wir würden uns alle freuen, wenn ihr euer Engagement behaltet“, so Bläser. Bevor die Wahlparty so richtig begann – auf Kosten der Stadt gab es Pizza und Softgetränke für alle Kandidaten – nahm die Bürgermeisterin das neue Jugendparlament mit in den Ratssaal.

Dort wurden die 17 Mitglieder mit großem Applaus empfangen und erhielten auch ein kleines Geschenk in Form einer Sonnenblume, die von der jugendpolitischen Sprecherin der Grünen, Michaela Schmitt, überreicht wurde. „In den letzten Jahrzehnten haben wir dafür gekämpft, dass es ein Jugendparlament gibt. Mischt euch ein und meldet euch, wenn ihr was braucht“, erklärte Schmitt.

Die zu besprechenden Themen sollen vom Jugendparlament selbst kommen, auf der ersten Sitzung soll auch ein Vorsitzender gewählt werden. „Das Jugendparlament soll selbstbestimmt handeln“, erklärt Christian Horn.

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