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Kaarst: Dachstuhlbrand auf dem Türkisweg löst Großeinsatz aus

Am Türkisweg in Holzbüttgen : Großeinsatz der Feuerwehr wegen Dachstuhlbrand

Am Türkisweg in Holzbüttgen hat es am Montagabend gegen 19 Uhr einen Brand in einem Einfamilienhaus gegeben. Eine Person wurde verletzt, die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort.

Kurz nach dem Beginn des Vogelschießens auf dem Festplatz in Holzbüttgen ist am Montagabend eine riesige Rauchwolke in den Himmel gestiegen. Nicht weit vom Schützenplatz entfernt hatte ein Dachstuhl in einem Einfamilienhaus am Türkisweg Feuer gefangen.

Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Stefan Breitfeld ist die Ursache bislang noch unklar. Dichter Rauch drang aus einigen Fenstern und aus Teilen des Daches. Der Brand breitete sich auf ein Nachbargebäude aus. Dort waren bereits Teile der Hausverkleidung in Brand geraten. Auf der Rückseite des Gebäudes entwickelte sich der Brand in Richtung der angrenzenden Hecken und auf weitere Nachbarhäuser zu. Eine pflegebedürftige Person wurde bereits vor Eintreffen der Feuerwehr aus dem brennenden Haus gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Die Frau wurde in ein Krankenhaus transportiert. Auch Notfallseelsorger Gregor Ottersbach war vor Ort.

Die Feuerwehr bildete vor Ort drei Trupps, einer nahm die Löscharbeiten von der Vorderseite, einer von der Rückseite des Hauses vor, der dritte Trupp bekämpfte unter Atemschutzmasken das Feuer im Haus. „Wir sind mit allem hier, was laufen kann“, so Breitfeld. Laut dem Sprecher war es der bislang größte Einsatz für die Rettungskräfte in diesem Jahr. Zur Brandbekämpfung wurden mehrere Rohre im Innen- und Außenangriff eingesetzt. Im weiteren Verlauf wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, um die schwer zugänglichen Stellen mittels Einreißhaken zu öffnen. Eine weitere Ausbreitung auf angrenzende Nachbargebäude wurde durch massiven Wassereinsatz gestoppt. Die Löscharbeiten dauerten am Abend noch an. Die Einsatzkräfte mussten noch die bestehenden Glutnester bekämpfen. Von außen könne man das Feuer nur kühlen, richtig löschen ging nur von innen oder an den bereits kaputten Stellen im Dach. Das Haus sei nicht einsturzgefährdet, so Breitfeld, da das Feuer recht schnell entdeckt worden sei.

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Den Schaden schätzt er aber als immens ein. „Das ist schon ein langatmiger Einsatz Es ist noch Restwärme im Gebäude, das kann sich noch einmal entzünden und wir müssen eine Brandwache bereitstellen“, so Breitfeld.

Für die Grundversorgung wurde in der Leitstelle ein weiterer Löschzug beantragt. Dieser könnte dann bei weiteren Einsätzen im Stadtgebiet eingreifen, da alle Kaarster Einsatzkräfte am Türkisweg gebunden waren. Zudem wurde ein Notfallbehälter Atemschutz angefordert, damit die Einsatzkräfte genug Nachschub an Atemschutzmasken haben, falls die Flaschen, die im Einsatz sind, leer sein sollten.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Dachstuhlbrand in Holzbüttgen