1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: Corona bremst Citymanagement aus

Planung in Kaarst : Corona bremst Citymanagement aus

Viele Projekte des neuen Kaarster Citymanagements wurden auf das nächste Jahr verschoben. Die Kampagne „Kaarst stärkt Kaarster Gastronomie“ startet jedoch zeitnah.

Dort, wo einst der Schriftzug „Haus der Senioren“ zu lesen war, steht heute „City-Haus“. Im Inneren hat das Citymanagement sein Büro bezogen. Bislang ist es jedoch kaum in Erscheinung getreten. Doch nun wurde ein Projekt abgeschlossen: Die Kampagne „Kaarst stärkt Kaarster Gastronomie“. Die Kampagne war im Juli gestartet worden und soll die Kaarster Restaurants und Cafés unterstützen.

Neun Gastronomen haben teilgenommen und sich mit einem Steckbrief und Bildern ihres Lokals beworben. Diese werden nun auf den städtischen Kanälen bei Facebook und Instagram veröffentlicht. So sollen alle teilnehmenden Gastronomen die Möglichkeit bekommen, auf sich aufmerksam zu machen. „Wir haben diese Kampagne als Reaktion auf die sinkenden Gästezahlen angeregt. Durch die gelockerten Bestimmungen und das schöne Wetter strömen aktuell wieder ausreichend Besucher in die meisten Lokale – aber die kühlere Jahreszeit wird kommen und macht vielen Gastronomen Sorgen“, sagt Roman Waizenegger vom Citymanagement. Von Montag (24. August) an wird täglich ein Steckbrief geteilt. „Die Bürger haben es selbst in der Hand: Durch ihre Besuche in unseren Kneipen und Restaurants entscheiden sie selbst darüber, wie vielfältig unsere Gastronomie bleibt“, sagt Axel Süßbrich, Leiter der Wirtschaftsförderung.

Seit Oktober 2019 habe das Citymanagement am Aufbau eines Netzwerks zu den Akteuren in der Stadtmitte gearbeitet. Es wurden Immobilien-Steckbriefe erarbeitet, mit denen die Vermittlung von Ladenlokalen vereinfacht werden soll. Der digitale Marktplatz zur Stärkung des Einzelhandels ist ein gemeinsames Projekt von Verwaltung und Citymanagement. Mit der Stadtverwaltung und der Immobilien- und Standortgemeinschaft Kaarst-Mitte (ISG) arbeitet das Citymanagement derzeit an mehreren Projekten, von denen einige wegen Corona ins Jahr 2021 verschoben wurden. Beispielsweise soll es ein Lichtkonzept für die Innenstadt geben. Am 19. September wird es im Rahmen des internationalen „Clean-Up-Day“ eine besondere Form des Müllsammelns geben. Auch bei der Umgestaltung des Stadtparks soll das Citymanagement eingebunden werden. „Bedingt durch die Corona-Pandemie sind einige Projekte bisher nicht in die Umsetzung gegangen. Ähnlich verhält es sich mit der Öffnung des City-Büros. Diesbezüglich gilt es, auf das kommende Jahr zu hoffen“, so Stadtsprecher Peter Böttner.