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Kaarst: Christiane Wünsche hat neues Buch geschrieben

Literatur in Kaarst : Bestseller-Autorin veröffentlicht neues Buch

Am 30. Juni erscheint der Roman „Heldinnen werden wir dennoch sein“ von Christiane Wünsche. Ihren Durchbruch schaffte die Autorin 2019 mit „Aber Töchter sind wir für immer“.

Mit dem Roman „Aber Töchter sind wir für immer“ hat die Kaarster Autorin Christiane Wünsche ihren Durchbruch gefeiert. Das Familienepos landete nach der Veröffentlichung 2019 auf Anhieb auf Platz elf der Spiegel-Bestsellerliste und stieg bis auf Platz fünf. Nun hat Wünsche einen neuen Roman fertiggestellt, der am 30. Juni erscheint. „Heldinnen werden wir dennoch sein“ handelt von vier Freundinnen, Mitte 50, die seit ihrer Schulzeit in engem Kontakt stehen. Auf einer Geburtstagsfeier erfahren sie, dass ein Jugendfreund von ihnen gestorben ist. „Dann beginnen sie sich an die früheren Zeiten zu erinnern, was sie mit ihrer Jugendclique alles erlebt haben und damit auch an etwas Schlimmes, das sie bis dato verdrängt haben“, sagt Wünsche. Die Erinnerungen wirken sich auf die Gegenwart aus, die Freundinnen verändern sich. Mehr will die Autorin noch nicht verraten.

An ihrem neuen Roman arbeitete Wünsche rund ein Jahr. Das Buch spielt zu 95 Prozent in Kaarst, ihre Tochter hat extra eine Karte gezeichnet, um den Lesern eine Orientierung zu geben. Die Orte, an denen die Geschichte spielt, sind dabei frei erfunden. In ihrem Buch spielt beispielsweise ein Bauernhof eine große Rolle. „Er heißt Küllenhof. Ich habe darauf geachtet, dass es den in Kaarst nicht gibt“, so Wünsche. Sie versucht, das Lebensgefühl der 1980er Jahre aufzufangen und widmet ihr neues Buch den Kaarster Bürgern. „Heldinnen werden wir dennoch sein“ behandelt die Themen Freundschaft, Loyalität und Zivilcourage – Themen, die heute aktueller denn je sind. „Es gibt immer mehr Mobbing und Ausgrenzung, im realen Leben und auch im Internet. Da ist manchmal wenig Zusammenhalt und Loyalität zu spüren“, sagt Wünsche.

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Sie hofft, dass das neue Buch ähnlich viele begeisterte Leser findet wie „Aber Töchter sind wir für immer“. Dafür bekommt sie auch heute noch viele E-Mails und Briefe von Lesern, sogar aus Australien hat ihr kürzlich eine Leserin geschrieben. Bereits als Kind träumte Wünsche davon, Schriftstellerin zu werden. Damals hatte sie viel von Enid Blyton gelesen. „Ich habe mir schon immer Geschichten ausgedacht“, sagt Wünsche, die am liebsten morgens schreibt, wenn der Kopf frei ist. 2013 veröffentlichte sie ihren ersten Krimi. Zuvor studierte Wünsche Sozialarbeit und leitet inzwischen das Evangelische Jugendcentrum in Holzbüttgen.

Neben „Heldinnen werden wir dennoch sein“ ist nun ein weiterer Roman in Arbeit. Wann dieser erscheint, steht noch nicht fest. Jetzt konzentriert sich Wünsche erst einmal auf „Heldinnen werden wir dennoch sein“. Der neue Roman erscheint erneut im Fischer-Krüger-Verlag und kostet 15 Euro. Schon heute kann er vorbestellt werden.