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Kaarst: Christian Otte weist Behauptungen von Josef Karis zurück

Diskussion zwischen Kaarster Ratsmitgliedern : Zentrum weist Behauptungen zu Ausgleichsflächen zurück

Christian Otte, stellvertretender Vorsitzender des Kaarster Grundstücksausschusses, hat die Behauptungen von Ratsmitglied Josef Karis über fehlende Ausgleichsflächen für Landwirte (die NGZ berichtete) mit „Verwunderung“ zur Kenntnis genommen.

Karis hatte die Verwaltung kritisiert, zu wenig Ausgleichsflächen für die Kaarster Landwirte zur Verfügung zu stellen. Wenn Landwirte Grund und Boden an die Stadt veräußern, erhalten sie teilweise auch andere Flächen anstelle von Geld als Ausgleich, erklärt Otte. „Denn auf Banknoten lässt sich keine Saat aussäen“, sagt der Vorsitzende der Zentrumspartei. Laut Otte gibt keinen Mangel an Ausgleichsflächen: „Bislang haben wir uns mit allen Eigentümern immer einigen können. Ausgleichsflächen sind weiterhin vorhanden“, sagt er.

Einzelheiten könne er wegen der besonderen Vertraulichkeit bei Grundstücksgeschäften nicht nennen. Von daher sei es unangebracht, konkrete Liegenschaften zu benennen, an denen die Stadt Kaarst ein Interesse gezeigt hat. „Das ist schon ein starkes Stück, wenn ein zur Vertraulichkeit verpflichtetes Ratsmitglied mit solchen Einzelheiten hausieren geht“, sagt Otte. Dies führe zu schwierigen Verhandlungen und zu einer Preisexplosion in diesem Sektor.

Sehr empfindlich reagiert Christian Otte auf die Behauptung einer Enteignungsandrohung. „Mir ist kein einziger Fall bekannt, in dem eine solche Maßnahme ins Auge gefasst worden ist“, sagt er. 

(NGZ)