Antrag in Kaarst CDU und Grüne fordern Stadtwerke zu Klimaneutralität auf

Kaarst · Im Zuge der Klimaziele der Stadt Kaarst sollen nun auch die Stadtwerke mitmachen. Das zumindest fordert die schwarz-grüne Koalition in einem Antrag an den Stadtrat, der am Donnerstag (15.) zusammenkommt.

Die Stadtwerke Kaarst sollen vermehrt in Fotovoltaik-Anlagen investieren, so die Forderung der schwarz-grünen Koalition im Kaarster Stadtrat.  
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Die Stadtwerke Kaarst sollen vermehrt in Fotovoltaik-Anlagen investieren, so die Forderung der schwarz-grünen Koalition im Kaarster Stadtrat. Symbolfoto: dpa

Foto: dpa/Marijan Murat

Wir wollen klar machen, was wir von den Stadtwerken erwarten“, erklärt Dominik Broda, Fraktionsvorsitzender der Grünen, auf Anfrage. Und zwar: „Die Stadtwerke sollen sich mit dem Thema beschäftigen, wie sie klimaneutral werden können und wie sie dabei helfen können, dass die Stadt ihre Ziele erreicht.“ Im Juni 2021 hatte der Stadtrat beschlossen, dass die Treibhausgasemissionen in Kaarst im Vergleich zu 1990 schrittweise gemindert werden müssen. Spätestens im Jahr 2045 soll eine Klimaneutralität erreicht sein. Dazu sollen die Stadtwerke nun ihren Beitrag leisten.

Die städtischen Vertreter der Stadtwerke sollen dem Antrag zufolge in den entsprechenden Gremien darauf hinwirken, dass sich das Unternehmen zu den Klimaschutzzielen der Stadt Kaarst bekennt und seine Geschäftstätigkeit danach ausrichtet. So sollen die Stadtwerke „zu einer treibenden Kraft der Energie- und Wärmewende in Kaarst werden“, erklärt Broda. Zudem fordern CDU und Grüne ein Gesamtkonzept inklusive Zeit- und Maßnahmenplan, wie die Stadtwerke die in ihrem Einflussbereich liegenden Treibhausgasemissionen reduzieren werden, um das Ziel zu erreichen. Desweiteren sollen die Stadtwerke den weiteren Aus- und Neubau des Gasverteilnetzes zeitnah drastisch reduzieren und perspektivisch einstellen. „Insbesondere für neue Wohnund Gewerbegebiete soll ab sofort keine Erdgas-Infrastruktur mehr geplant und errichtet werden“, heißt es in dem Antrag. Ansonsten könnten Lock-in-Effekte drohen, die Konzepte auf Basis fossiler Energieträger für viele Jahre oder Jahrzehnte zementieren und damit den Weg für klimaneutrale Lösungen erschweren.

Künftig sollen die Stadtwerke weg von den fossilen Brennstoffen und hin zu Fotovoltaik und erneuerbaren Energien. „Das hat bereits bei einigen Projekten angefangen, beispielsweise auf dem Dach der VHS oder der Kita an der Birkhofstraße“, erklärt Broda. Für beide Projekte seien die Stadtwerke in konkreten Gesprächen über eine Finanzierung der Fotovoltaikanlagen, wie es heißt. Auch das Dach der Turnhalle der neuen Gesamtschule in Büttgen soll mit Fotovoltaik bestückt werden, auch hier könnten die Stadtwerke investieren. Insbesondere, so heißt es weiter, sollen die Stadtwerke auch bestehende Förderprogramme für die Realisierung der vorstehenden Zielsetzungen in Anspruch nehmen. Und: Die Kooperation mit der Gebäudewirtschaft Kaarst (GWK) soll vertieft werden.

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