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Kaarst: CDU sagt Präsenz-Mitgliederversammlung ab

Kaarster Union sucht neuen Vorsitzenden : Die CDU sagt ihre Mitgliederversammlung ab

Auch das Negativ-Beispiel aus Thüringen hat dazu geführt, dass die Kaarster Christdemokraten vorerst Abstand von einer Präsenz-Mitgliedervresammlung nehmen.

Rolle rückwärts bei der Kaarster CDU: Die Christdemokraten haben die für März geplante Mitgliederversammlung, die als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden sollte, abgesagt. Das bestätigte der Übergangs-Vorsitzende Hans-Georg Schell unserer Redaktion. Somit muss die Wahl des neuen Vorsitzenden erneut verschoben werden. Eigentlich hätte die Versammlung Mitte März im Sportforum in Büttgen stattfinden sollen, nach einem Gespräch mit dem Kreisvorsitzenden Lutz Lienenkämper traf der Vorstand nun die Entscheidung für die Absage. „Die bisherige Präsenzveranstaltung war nur durch eine Sonderregelung möglich. Da wir aber keine Not für Neuwahlen haben, ist eine Präsenzveranstaltung nicht nötig“, erklärt Schell. Das habe Lienenkämper ihm in dem Telefonat mitgeteilt. Schell erklärt, dass es in Thüringen einen ähnlichen Fall gab. Dort sei die CDU nun gebrandmarkt. „Das würde in Kaarst nur böses Blut geben“, so Schell, der laut eigener Aussage stets gegen eine Präsenzveranstaltung mit vermutlich 200 Mitgliedern war – und das trotz des Hygienekonzeptes, das die Christdemokraten akribisch erarbeitet haben. Somit muss auch die Abstimmung über die Koalition mit den Grünen sowie der Bericht der „Startgruppe 2025“ verschoben werden. Schell geht davon aus, dass Mitte Mai ein erneuter Anlauf für eine Präsenzveranstaltung gewagt werden kann.

Was allerdings laut Gesetz gewählt werden muss, sind die Vertreter für die Wahlkreisvertreterversammlung zur Aufstellung des CDU-Bewerbers im Bundestagswahlkreis 110. „Wir werden dazu eine Zoom-Konferenz durchführen, in der der Wahlvorgang vorbereitet wird“, erklärt Hans-Georg Schell abschließend. Der eigentliche Wahlgang findet im Anschluss in einem Wahllokal statt.