Kaarst: Carolus-Mitglieder besuchen Napoleons Epanchoir

Historisches Bauwerk in Neuss : Carolus-Mitglieder besuchen Napoleons Epanchoir

Kein anderes Objekt verbindet Kaarst und Neuss enger als der Nordkanal. Die Heimat- und Historiengesellschaft Carolus wurde nun von den Heimatfreunden Neuss zu einer Führung am napoleonischen Epanchoir eingeladen.

Das Epanchoir ist ein Wasserbauwerk im Dreikönigenviertel in Neuss, das die Obererft und den Nordkanal verbindet. Napoleon Bonaparte ließ es im Jahr 1809 erbauen. Chefingenieur war Aimable Hageau, große Teile der Anlage wurden später überbaut. 2016 fanden aufwendige Sanierungsarbeiten an dem historischen Bauwerk statt.

Ein Jahr nach dem 200. Bestehen des Epanchoirs’ hatte die Carolus-Gesellschaft mit dem Förderkreis  Holzbüttgen und rund 20.000 Besuchern ein großes Fest am Nordkanal in Kaarst gefeiert. Auch vom jetzigen Besuch wurden die Carolus-Mitglieder inspiriert. Unter der Leitung des Fördervereinsvorsitzenden des technisch-historischen Meisterwerks, Klaus-Karl Kaster, trafen sich mehr als 60 Interessierte, darunter mehr als sechs Kaarster Carolus-Mitglieder. Eine Stunde referierte Klaus-Karl Kastner über die Schwierigkeiten, die der Förderverein durchlebt hatte, bis die Restaurierung des Epanchoirs in Angriff genommen werden konnte. Bei der anschließenden Führung erläuterte der Referent die einzelnen Bauabschnitte. Die Gäste kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, welche Meisterleistungen die Franzosen vor über 200 Jahren in Neuss vollbracht hatten.

An einem Karree mit 20 Informationstafeln konnten die Gäste Vieles noch einmal nachlesen. Nach Beendigung der Veranstaltung trafen sich Klaus-Karl Kaster, der stellvertretende Carolus-Vorsitzende Leo Erdmann und Beirat Hans-Peter Grabowski. Sie vereinbarten für die Zukunft eine enge Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung im Hinblick auf den Nordkanal. Das Ziel soll sein, mehr Aufmerksamkeit und Informationen für das historische Bauwerk in der Kaarster Bevölkerung zu präsentieren.

(NGZ)
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