Kaarst: "Büttgen kulninarisch" bot zahlreiche Leckerbissen

Auf dem Rathausplatz : „Büttgen kulinarisch“ voller Leckereien

Herzhaft oder süß, scharf gewürzt oder eher eine mildere Variante und Getränke in großer Auswahl: Bei „Büttgen kulinarisch“ konnte jeder Besucher etwas finden, das seinen Gaumen kitzelte.

Sie war auf früheren Veranstaltungen sehr oft zu Gast gewesen, aber am Samstag ließ sich die Sonne nicht blicken. Stattdessen regnete es immer mal wieder kurz. Doch die Besucher von „Büttgen kulinarisch“ ließen sich von diesen ungünstigen Randbedingungen nicht abschrecken. Sie wurden dafür mit einem enorm großen Angebot an Speisen und Getränken belohnt.

Elke Hönsch ist Kölnerin. Bei „Büttgen kulinarisch“ war sie jetzt zum ersten Mal, und zwar mit Leckerbissen aus der Domstadt. Ihre Burger hatten Namen wie zum Beispiel „Kölsch Hätz“. Zum leichten Regen, der fast zeitgleich mit der Eröffnung einsetzte, konnten sich die Besucher von innen mit „Kölschem Wasser“ aus der Sünnes-Brauerei erfrischen – hinter dieser Bezeichnung verbarg sich kein Eau de Toilette, sondern eine Auswahl an leckeren Limonaden. Die 47-Jährige hatte ein Modell einer „Kölschen Tapas-Platte“ aufgebaut, das ihr die Beantwortung von so mancher Frage erspart haben wird. Halver Hahn, Flönz und Frikadellen gehörten dazu.

Organisator Rolf Toepel verspeiste einen Ribburger mit Genuß und nahm den Mund auch sonst voll: „Das ist das größte Streetfood-Festival im Rhein-Kreis Neuss.“ Ein Problem, das fast jeden Besucher quälte: Was soll man wo bestellen? Schließlich ist die Kapazität im Magen nicht unbegrenzt. „Ich bin auf der Suche nach etwas Herzhaftem“, sagte Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus. „Es duftet überall sehr gut“, musste Heike Plohs aus Schlich feststellen, was sie Auswahl nicht eben erleichterte. Am Stand von Ivonne Kaufmann gab es schwäbische Spezialitäten wie Maultaschen und Kässpätzle – dort hatte Heinrich Pusch aus Büttgen das Richtige für sich gefunden.

Ivonne Kaufmann hatte zum ersten Mal einen Verkaufswagen nach Büttgen geschickt, ebenso wie Michael Perske aus Neuwied, der als Don Terrino mit seiner Suppenmanufaktur angereist war. Er hatte auf das unwirtliche Wetter prompt reagiert: „Die Suppe „Ackergold“ mit Kartoffeln und Steinpilzen biete ich sonst erst im Herbst an.“ Sein verkaufsförderndes Credo: „Wir sind auf lecker programmiert.“ Zur Suppe konnten exotische Erfrischungen wie die Kirsche-Granatapfel-Schorle geordert werden. Der auf karibisch getrimmte Cocktailstand wirkte ein wenig deplatziert bei diesem Wetter, aber er ist von Anfang an fester Bestandteil von „Büttgen kulinarisch“. Die Auswahl war groß. Über den Namen eines Cocktails, „Blauer Schütze“, dürfte so mancher Besucher geschmunzelt haben.

Monica Schmäing stammt aus den Abruzzen. Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie die Gastronomie im Vereinsheim des Vorster Tennisclubs unweit vom Georg-Büchner-Gymnasium. Bei ihr war die weiße, vegane Pizza der Renner: „Sie wird ohne Tomatensauce, dafür mit Olivenöl, Artischocken und Zucchini zubereitet und gibt es so sonst nirgendwo“, erfuhren interessierte Besucher. Und zu den verlockenden Worten gab es Gratis-Kostproben.

Wenige Meter entfernt bewies das Team von Thomas Puppe, dass es auch mediterran kann: Der Flammkuchen mit Ruccola und Tomate aus dem Holzbackofen war ebenfalls sehr begehrt. Was bei den Angeboten auffiel: Der Anteil der ortsansässigen Gastronomen an „Büttgen kulinarisch“ ist immer mehr zurückgegangen.

Mehr von RP ONLINE