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Kaarst: Bürger wollen Pflanzkübel retten

Grünflächen in Kaarst : Bürger wollen Pflanzkübel retten

Fritz Becker ist vor rund drei Jahren von der Furth nach Kaarst gezogen. Seitdem ist am Pflanzkübel an der Ecke Kampstraße/Lange Hecke nichts mehr gemacht worden.

Die Pflanzen sind verwelkt, die Erde staubtrocken. „Das ist hässlich hoch drei“, sagt der 84-Jährige: „Das geht schon in Verwesung über.“ Becker hat rund 25 Unterschriften gesammelt und einen Brief an die Verwaltung geschrieben, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Was ihn zusätzlich ärgert: Niemand bei der Stadt konnte ihm etwas über den Wettbewerb für privat gepflegte Grünflächen sagen, Becker stieß im Rathaus und bei den Parteien auf taube Ohren. Doch bald schon wird Becker und den anderen Anwohnern, die sich bereit erklärt haben, den Kübel neu zu bepflanzen, geholfen: Eine Gärtnerei bringt Pflanzen und Erde vorbei, die die Bürger in Eigenregie allerdings einpflanzen müssen.

Damit können sich die Anwohner der Kampstraße beim Wettbewerb für privat gepflegte Grünflächen bewerben, der vor zwei Jahren vom Bau- und Umweltausschuss ins Leben gerufen wurde. Noch bis zum 31. August nimmt die Stadt unter [email protected] Bewerbungen entgegen. Bislang ist jedoch erst eine eingegangen. „Es ist eine tolle Sache, wenn sich die Bürger für ihre Stadt engagieren“, sagt Sabine Kühl (SPD), die als Vorsitzende des Buna in der Jury sitzt. Den Gewinnern winkt ein Gartencenter-Gutschein über 40 Euro.

(seeg)