Kaarst: Bruderschaft verzichtet auf Showeinlage im Festzelt

Schützenfest in Kaarst : Sebastianer verzichten auf Showeinlage im Zelt

Auf Wunsch der Kaarster Schützen wird es in diesem Jahr keine Showeinlage geben. Der Bierpreis steigt um zehn Cent.

In 38 Tagen wird das Kaarster Volks- und Heimatfest offiziell eröffnet. In diesem Jahr gibt es einige Neuerungen: Die Showeinlage am Dienstag fällt auf Wunsch der Schützen aus, der Krönungszug am Montagabend startet nicht am Bürgerkeller. Und: das Bier wird teurer.

Showeinlage Dass es in diesem Jahr keine Showeinlage geben wird, hat keine finanziellen Gründe, der Bruderschaft geht es in dieser Hinsicht gut, wie Präsident Claus Schiffer erklärt. „Auf Wunsch vieler Schützen werden wir in diesem Jahr keine Showeinlage am Dienstag haben“, erklärt Schützenmeister Christoph Klever. Im vergangenen Jahr trat Olaf Henning auf und sorgte für gute Stimmung am letzten Abend, in diesem Jahr soll die Tanzband „Voices“ den Part übernehmen. „Es wird immer schwieriger, Künstler zu finden, die bezahlbar sind“, sagt Klever. In ein paar Jahren könnte das wieder anders aussehen, wenn die Bruderschaft einen geeigneten Künstler findet.

Krönungszug Für viele Schützen ist der Krönungszug am Montagabend das Highlight des Festes. In diesem Jahr gibt es eine kleine Änderung: Die Chargierten und das Königshaus stellen sich nicht mehr vor der Gaststätte „Bürgerkeller“ auf, sondern vor dem „Alten Rathaus“ auf der Rathausstraße. „Wir versprechen uns davon ein entspannteres Aufstellen. Wir mussten sonst immer für eine gewisse Zeit die Zufahrt zum Rewe-Parkplatz sperren, obwohl viele Kunden einfach nur nach Hause wollten“, erklärt Klever die Maßnahme: „Wir denken, dass wir damit ein kleines Problem gelöst werden. Auf der Rathausstraße ist nicht so viel Verkehr wie auf der Neusser Straße.“

Kirmesplatz Für die Bestückung des Festplatzes ist Rico Walfaß zuständig, der „David Copperfield der Schausteller“, wie Claus Schiffer ihn nennt. Denn Walfaß schafft es immer, auf relativ kleinem Platz das bestmögliche rauszuholen. „Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen, da Pfingsten in diesem Jahr sehr spät ist und sich die Termine knubbeln“, sagt Wallfaß. Das Grundgerüst steht, allerdings ist Wallfaß noch mit einem Kollegen im Gespräch, der möglicherweise etwas „ganz Neues“ zu bieten hat, wie Wallfaß sagt. „Aber ich kann die Katze noch nicht aus dem Sack lassen, weil noch nichts in trockenen Tüchern ist“, sagt er. Die Familie Wallfaß feiert im Juni ihr 50-jähriges Jubiläum als Bestücker des Kaarster Festplatzes. Wallfaß verspricht den Bürgern einen „familienfreundlichen Platz“. Die grundlegenden Fahrgeschäfte wie Autoscooter, Oktopus und ein Kinderkarussell sind natürlich wieder da. Zwar haben die Schausteller im vergangenen Jahr die Preise angehoben, doch Wallfaß verspricht, dass ein Kirmesbesuch „nicht teuer“ wird.

Bierpreis Zum dritten Mal wird die Firma Oellers die Bewirtung übernehmen. Im Vergleich zu 2018 steigt der Bierpreis um zehn Cent auf 1,80 Euro. Das muss die Bruderschaft hinnehmen. „Die anderen Bruderschaften waren letztes Jahr schon bei diesen Preisen. Wir versuchen immer, bei solchen Geschichten nicht der Vorreiter zu sein“, sagt Geschäftsführer Stefan Stamm.

Mitglieder Stand heute hat die Bruderschaft 1284 aktive Mitglieder, inklusive der Musiker werden 1507 Schützen über die Kaarster Straßen marschieren. Im vergangenen Jahr waren es noch über 1300 Mitglieder. Doch der Zug „Mer sin dabei“, der zu Ehren des letztjährigen Königs Dirk Andreas mitgelaufen ist, hat sich wieder aufgelöst.

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