Kaarst: Breitband-Ausbau für Landwirte stockt

Ausbau in Kaarst stockt : Breitband: Landwirte müssen sich gedulden

Die Kaarster Landwirte brauchen schnelleres Internet. Der Eigenausbau stockt allerdings.

Die landwirtschaftlichen Betriebe in NRW – und somit auch in Kaarst – werden immer moderner. Traktoren, die mit GPS fahren sind da nur ein Beispiel. Damit die technischen Voraussetzungen auch genutzt werden können, ist ein schnelles Internet auf dem Land mittlerweile nicht nur nötig, sondern dringend erforderlich. Die Kaarster Landwirte haben angeboten, die Leerrohre für die Glasfaserleitungen selbst anzulegen. Britta Bischet, Breitband-Koordinatorin der Stadt Kaarst, erklärte nun, dass sie gemeinsam mit den Landwirten entschieden hat, eine Teststrecke anzulegen, auf der Glasfaser verlegt wird. „Zum einen wollten wir endlich aus Worten auch Taten folgen lassen, zum anderen wollen wir ein Gefühl dafür bekommen, wie das mit dem Eigenausbau eigentlich funktioniert“, sagte Bischet.

Für ein solches Vorhaben ist die Hilfe eines Kommunikationsunternehmens zwingend erforderlich. Ein solches hat die Stadt Kaarst im Hinblick auf die Landwirte allerdings noch nicht gefunden. „Wir haben uns an die Telekom gewandt, für das Jahr 2019 aber leider eine Absage bekommen“, sagt Bischet. „Wir bedauern die Absage sehr, weil wir das Projekt dieses Jahr gerne auf den Weg gebracht hätten“, sagt Bischet.

Gleichzeitig versprach sie, dass die sogenannten „weißen Flecken“ im Stadtgebiet 2020 verschwunden sein werden. Dazu zählen Gebiete mit einer Internetgeschwindigkeit von unter 30 Mbit pro Sekunde. Derzeit zählen die Gebiete Rottes, das Gewerbegebiet Kaarst-Ost, die südliche Broicherseite und ein Bürokomplex an der Gümpgesbrücke dazu. Im Herbst 2019 soll mit den Tiefbauarbeiten begonnen werden, im Sommer sollen die Leitungen verlegt werden. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 127.000 Euro. Ziel ist es, irgendwann alle Bürger mit Glasfaser versorgt zu haben. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg.

Mehr von RP ONLINE