Historisches Gebäude in Büttgen Braunsmühle bereitet sich auf deutschen Mühlentag vor

Büttgen · Seit dem 7. April ist die Braunsmühle in Büttgen wieder für Besucher geöffnet. Nun laufen die Vorbereitungen für den deutschen Mühlentag am Pfingstmontag.

Der Förderverein „Braunsmühle“ hofft am Pfingsmontag auf gutes Wetter und viele Besucher.

Der Förderverein „Braunsmühle“ hofft am Pfingsmontag auf gutes Wetter und viele Besucher.

Foto: Förderverein Braunsmühle

Es ist ein besonderer Tag im Jahreskalender der Braunsmühle in Büttgen: Wenn am Pfingstmontag der deutsche Mühlentag gefeiert wird, öffnet die historische Mühle bereits um 12 Uhr ihre Tore. Dann haben die ehrenamtlichen Helfer der Fördergemeinschaft alle Hände voll zu tun. Unterstützt werden sie von der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Büttgen: Schützen und einige Väter der Edelknaben haben sich bereit erklärt, für das leibliche Wohl der Besucher zu sorgen. In Büttgen wird Hilfe untereinander groß geschrieben.

Die Bruderschaft kümmert sich um den Ausschank im Bierwagen, der seit 20 Jahren von Josef Köhlings, Inhaber der Gaststätte „Bischofshof“ in Holzbüttgen, zur Verfügung gestellt wird. Neben Steaks und Würstchen werden im Mühlencafé Kaffee und Kuchen angeboten. In der Mühle selbst werden fachkundige Mühlenführer die Fragen der Besucher bei der Besteigung der einzelnen Etagen beantworten. Der Pfingstmontag gilt als wichtigster Tag für die Fördergemeinschaft, die daher auf gutes Wetter und viele Besucher hofft.

Die Braunsmühle blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ihre Ursprünge gehen auf die Turmwindmühle aus Stein zurück, die der Graf Bernhard von Dyck 1756 in Auftrag gegeben hat. Ihre Vorgänger wurden jeweils bei einem Brand zerstört. Seit 1984 steht die historische Mühle auf der Denkmalliste der Stadt Kaarst. Mit Hilfe des im Jahr 2000 gegründeten Fördervereins und zahlreicher Sponsoren wurde die Mühle seit 2004 umfassend restauriert. Noch im Dezember 2023 war unklar, wie es mit der Mühle weitergeht, denn eigentlich sollte der Pachtvertrag mit den Eigentümern 2024 auslaufen. Einem Kaufangebot des Vereins oder einer Verlängerung der monatlichen Pacht begegneten die Eigentümer mit horrenden finanziellen Forderungen, sodass die Auflösung des Vereins zur Debatte stand. Doch dann lenkten die Eigentümer ein und der Vertrag wurde um sieben Jahre verlängert – mit einer Pacht von weiterhin einem Euro pro Jahr.

(seeg)
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