Neujahrsempfang im Café Einblick Djir-Sarai stattet FDP Besuch ab

Kaarst · Der Generalsekretär der FDP, Bijan Djir-Sarai, ist für den Neujahrsempfang aus Berlin nach Kaarst gekommen und legte einen Bericht aus der Hauptstadt ab.

Bijan Djir-Sarai (M.) war zu Gast beim Neujahrsempfang der Kaarster FDP im Kunstcafé Einblick.

Bijan Djir-Sarai (M.) war zu Gast beim Neujahrsempfang der Kaarster FDP im Kunstcafé Einblick.

Foto: FDP Kaarst

Zum Sommerfest hatten die Kaarster Liberalen Marie-Agnes Strack-Zimmermann eingeladen, die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages. Jetzt, zum Neujahrsempfang im „Kunstcafé EinBlick“, war der Generalsekretär Bijan Djir-Sarai nach Kaarst gekommen.

In Zeiten von Krieg und Inflation ging es diesmal kaum um Kaarst-spezifische Probleme. Astrid Werle, Vorsitzende des FDP-Stadtverbandes, erklärte, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger wunderten, wenn die Liberalen alle sechs Wochen ihren Infostand aufbauen, weil ja keine Wahlen anstehen. „Wir wollen einfach nur da sein“, erklärte Werle. Dirk Salewski, FDP-Fraktionsvorsitzender, gestand, dass er nicht mit so vielen Besuchern gerechnet habe: Mehr als 70 Personen waren zum Neujahrsempfang gekommen.

Bijan Djir-Sarai lieferte einen Bericht aus Berlin. Er lobte gute Entscheidungen wie die Gaspreisbremse, gab zu, dass es sich dabei nicht um einen FDP-Vorschlag handelt. Man merkte aber auch, dass es die FDP in einer linkslastigen Koalition nicht ganz leicht hat. Fast wie eine Entschuldigung, dass es so weit gekommen ist, erklärte Djir-Sarai folgendes: „Die CDU war nach der Bundestagswahl zu sehr mit sich selbst beschäftigt.“ Scharf kritisierte der Generalsekretär die Energiepolitik. „Die drei Kraftwerke müssen länger laufen“: Für diesen Satz gab es großen Beifall.

Djir-Sarai warb für eine Technologieoffenheit. Dass sich das Land wirtschaftlich erholt, werde kein Automatismus sein: „Wir dürfen nicht den Anschluss verlieren.“ Firmen träfen vermehrt die Entscheidung, in den USA zu investieren statt in Deutschland. Die Atompolitik ist für ihn „pure Heuchelei, weil der Atomstrom woanders eingekauft werden wird“. Seine Unzufriedenheit mit den beiden anderen Parteien der Bundesregierung kam auch in der Forderung zum Ausdruck, den Fokus mehr auf das Erwirtschaften von Geld zu lenken als auf die Verteilung von finanziellen Mitteln.

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