Kaarst: Betrügerische Handwerker prellen Anwohnerin

Heizung angeblich kaputt : Angebliche Monteure betrügen Kaarsterin

Betrügerische Handwerker haben im Rhein-Kreis Neuss zugeschlagen. Diesmal hat es eine Kaarsterin erwischt, die auf angebliche Heizungsmonteure reingefallen ist.

Am vergangenen Freitag standen am Vormittag plötzlich zwei Unbekannte vor der Tür der Kaarsterin. Der Mann und die Frau behaupteten, dass an der Heizung die Plakette abgelaufen und ein Austausch von Nöten sei. Während der männliche Verdächtige sich in den Keller begab, um dort vermeintliche Arbeiten auszuführen, entfernte sich seine Komplizin und lenkte die Hausbewohnerin durch mehrfache Telefonanrufe ab. Im Anschluss an die vermeintlichen Handwerksarbeiten kassierte der betrügerische Monteur einen nicht unerheblichen Geldbetrag und verabschiedete sich.

Doch damit nicht genug: Ein neuerlicher Anruf der Komplizin stellte der Hausbewohnerin eine Rückzahlung am Folgetag in Aussicht. Es sei aus Versehen zu viel berechnet worden, hieß es. Vermutlich handelte es sich um eine Hinhaltetaktik, denn erst als am Samstag niemand erschien, um den Geldbetrag zurückzuzahlen, fiel der Betrug auf. Die Kaarsterin erstattete Anzeige bei der Polizei. Nun ermittelt die Kripo und sucht nach dem verdächtigen Pärchen. Den Mann konnte die Betrogene als etwa 30 Jahre alt und zirka 1,80 Meter groß beschreiben. Er trug dunkle Haare, war gut gekleidet und hatte insgesamt ein gepflegtes Erscheinungsbild. Wer Hinweise zu den Personen geben kann oder möglicherweise sogar selber auf diese Art kontaktiert wurde, wird um einen Anruf bei der Polizei unter 02131 3000.

Die Polizei rät, misstrauisch zu sein, wenn Fremde Einlass in die Wohnung verlangen. Sie sollten nur Handwerker in die Wohnung lassen, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt wurden. Beim leisesten Verdacht, dass es sich um Betrüger handeln könnte, fragen Sie genau nach, von welchem Unternehmen die Personen kommen und erkundigen sich dort nach der Richtigkeit der Angaben. Im Zweifel verständigen Sie die Polizei.

(NGZ)