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Kaarst: Beratung für Menschen am Existenzminimum geplant

Sozialausschuss in Kaarst : Beratung für Menschen am Existenzminimum geplant

Der Sozialausschuss hat dem Rat empfohlen, Mittel für eine unabhängige Sozialberatung in Höhe von 25.000 Euro freizugeben. Dieses Angebot richtet sich vor allem an Menschen am Existenzminimum mit all ihren Problemen.

Bereits im November letzten Jahres hatte der Sozialausschuss die Verwaltung beauftragt abzufragen, ob bei geeigneten Trägern Interesse bestünde, die unabhängige Sozialberatung zu übernehmen. Wer seine Finanzen nicht mehr im Griff hat, muss in Kaarst nicht „aufs Amt“ gehen: Ansprechpartner ist der Sozialdienst Katholischer Männer, der natürlich auch Frauen berät und ein Büro im Haus der Senioren hat. Künftig soll es einen Ansprechpartner außerhalb des Sozialamtes auch bei Fragen zu Möglichkeiten am Arbeitsmarkt und zur Wohnungssituation geben. Was schon überraschte: Die Stadt hatte vier mögliche Träger abgeschrieben, um das Interesse abzufragen: Sowohl der Caritasverband, als auch die Diakonie und die Arbeiterwohlfahrt Mönchengladbach/Rhein-Kreis Neuss verzichteten auf eine Rückmeldung; lediglich der Sozialdienst Katholischer Männer Neuss e.V. zeigte Interesse und legte eine erste Leistungsbeschreibung vor. „Wir haben mit diesem Verein als Träger der Schuldnerberatung gute Erfahrungen gemacht, bekommen immer wieder positive Rückmeldungen“, gab Sozialdezernent Sebastian Semmler im Sozialausschuss zu verstehen. 2020 sollte dieses zusätzliche Angebot etabliert werden, möglich sei unter Umständen bereits ein Start zum 1. Dezember.

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Derzeit prüfe das Rechnungsprüfungsamt den Vorgang. Die Zielgruppe beschreibt der Sozialdienst Katholischer Männer so: „Die unabhängige Sozialberatung kann grundsätzlich von allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Kaarst in Anspruch genommen werden. Insbesondere unterstützt sie Familien und Einzelpersonen, die sich in Belastungs- und Konfliktsituationen befinden und bislang keine Erfahrung mit der Beantragung von Sozialleistungen haben oder persönliche Defizite dies erschweren. Oft handelt es sich um von Armut bedrohte Personen.“ Der Neusser Verein wird an zehn Wochenstunden für diese Klientel zur Verfügung stehen. Bei der Kostenkalkulation von 25.000 Euro pro Jahr geht der Sozialdienst Katholischer Männer davon aus, dass das Angebot  in einer städtischen Immobilie stattfinden kann. Mit den Aufgaben werde ein Sozialarbeiter beziehungsweise ein Sozialpädagoge betraut werden.