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Kaarst: Kaarst belohnt Ehrenamtler mit Rabatt

Kaarst : Kaarst belohnt Ehrenamtler mit Rabatt

Wer in Kaarst mindestens fünf Stunden pro Woche unentgeltlich tätig ist, hat künftig Anspruch auf die neu eingeführte Ehrenamtskarte.

Wer sich in Kaarst freiwillig und unentgeltlich engagiert, bekommt in Kaarst dafür künftig das ein oder andere kleine Dankeschön angeboten: eine vergünstigte Ausleihe von Kunstwerken in der Artothek zum Beispiel, Rabatte auf Souvenirs der Stadt Kaarst oder die Chance auf Freikarten für den Blick auf das Feuerwerk zu "Kaarst Total" vom Rathausdach aus. Das alles sind Angebote für Inhaber der Ehrenamtskarte des Landes Nordrhein-Westfalen. Ihre Einführung für Kaarster Bürger hat der Stadtrat jetzt einstimmig beschlossen.

Dennoch kam in der Sitzung Kritik an den präsentierten Vergünstigungen auf. Claude Koeppe (Grüne) bezeichnete sie als "peinlich" und forderte substanziellere Angebote. Man wolle einen Einstieg schaffen und nun schauen, welche Angebote noch kommen, entgegnete Bürgermeister Franz-Josef Moormann. Hanno Wilsch (FDP) regte an, für die ehrenamtliche Arbeit erforderliche Führungszeugnisse den Karteninhabern gebührenfrei auszustellen. Die Verwaltung hatte im Vorfeld örtliche Vereine und Institutionen angeschrieben und dabei aufgeschlossene wie ablehnende Haltungen erfahren. Drei Sponsoren sind bisher bekannt. Der Partnerschaftsverein Kaarst-La Madeleine gewährt den Inhabern der Ehrenamtskarte freien Eintritt zu Vorträgen und Veranstaltungen, an den Reisen nach Frankreich können sie zu den Konditionen der Vereinsmitglieder teilnehmen. Die Musikschule von Mark Koll verspricht ebenfalls freien Eintritt für Musicals und Konzerte bei vorheriger Anmeldung, die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Büttgen gibt 20 Prozent Rabatt auf den Zelteintritt an Kirmes. Mit der Einführung der Ehrenamtskarte beschloss der Stadtrat auch eine Anstoßfinanzierung über 1500 Euro für den Druck der Karten und für Werbung. Die Verwaltung geht davon aus, dass im Anschluss an eine öffentliche Auftaktveranstaltung weitere Vereine, Organisationen und Unternehmen die Aktion unterstützen werden.

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Trotz des vielfältigen und hohen ehrenamtlichen Engagements von Kaarster Bürgern könnte der Personenkreis potenzieller Karteninhaber klein sein. Die Mitarbeit in einem Vereinsvorstand reicht nicht aus, um die Voraussetzungen zu erfüllen. Der Antragsteller muss rückwirkend für zwei Jahre eine ehrenamtliche Tätigkeit nachweisen. Das Maß bürgerlichen Engagements muss mindestens fünf Stunden wöchentlich beziehungsweise 250 Stunden im Jahr betragen. Die Karte ist dann wiederum für zwei Jahre gültig. Eine Ausnahme wird bei jugendlichen Ehrenamtlichen gemacht: Grundsätzlich anspruchsberechtigt sind Inhaber der "Juleika", ansonsten reicht der Nachweis von einem Jahr im Freiwilligendienst. Die Anträge werden demnächst auf der Internetseite der Stadt zum Download bereitgestellt und sind an der Info-Theke im Rathaus erhältlich.

(stef)