Kaarst: Bahnhof Büttgen "nicht akzeptabel"

VRR-Stationsbericht: Bahnhof in Büttgen "nicht akzeptabel"

Der Zustand des Bahnhofs schnitt im Stationsbericht des VRR schlecht ab. Graffiti sind das Hauptproblem.

Beim Stationsbericht des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR) für das vergangene Jahr 2017 hat der Bahnhof in Büttgen schlecht abgeschnitten. Von 296 erfassten und bewerteten Stationen gehört Büttgen damit zu den 54 Bahnhöfen, die nach Bewertung des VRR ein "nicht akzeptables" Erscheinungsbild haben. Das liegt vor allem an den zahlreichen Graffiti, die sowohl im Zugangsbereich, wie auch auf dem Bahnsteig nahezu überall zu sehen sind. Graffitischäden tragen in den Augen der Fahrgäste erheblich zum negativen Eindruck einer Station bei.

Bereits zum elften Mal dokumentierte der VRR mit seinem jährlich erscheinenden Stationsbericht den Zustand der Bahnhöfe und Haltepunkte im Verbundraum. Mehrmals jährlich verschaffen sich sogenannte VRR-Profitester einen Überblick über die 296 Stationen im VRR, bewerten das Erscheinungsbild und überprüfen, ob die Ausstattungselemente funktionstüchtig sind. Im vergangenen Jahr wurden 15 Stationen mehr als im Vorjahr als "nicht akzeptabel" eingestuft. Auch Kaarst war in 2016 als "noch akzeptabel" eingestuft worden, verschlechterte sich in 2017 dann aber wieder.

Als "Hase und Igel Spiel" bezeichnet Sigrid Burkhart, Technische Beigeordnete, die Bemühungen, den Graffiti-Schmierereien beizukommen. "Wir haben im Jahr 2015 die Graffiti in einer konzentrierten Aktion beseitigt, allerdings hatte das keine nachhaltige Wirkung", sagt sie. In regelmäßigen Abständen wiederhole man diese Reinigungsaktionen, so wolle man auch in diesem Jahr wieder gegen die bunten Ärgernisse vorgehen. Burkhart: "Das ist jedes Mal ein sehr kostspieliges Unterfangen. Und am Ende hält es dann vielleicht gerade mal zwei Wochen."

Nun sei die Frage, ob ein Projekt wie an der Hermannistraße Sinn mache. Dort wurde eine Fläche im Rahmen eines Schulprojektes bunt gestaltet. Eine Möglichkeit, die gerade im besonders betroffenen Zugangsbereich des Büttgener Bahnhofes sinnvoll wäre.

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"Die DB macht wenig bis gar nichts"

Burkhart weist aber auch darauf hin, dass für die Instandhaltung des Bahnsteiges die Deutsche Bahn verantwortlich sei. "Die Menschen ärgern sich ja auch über den Zustand des Bahnsteiges", sagt sie. In dieser Hinsicht seien der Stadt die Hände gebunden und auf Anfragen der Stadt geschehe nichts. Burkhart: "Wir haben den Zustand schon mehrfach angemahnt, doch die DB macht wenig bis gar nichts."

In puncto Sauberkeit gab es nach Ansicht des VRR wenig zu beanstanden. Wer aber genau hinsieht, entdeckt an einigen Stellen achtlos weggeworfene Zigarettenkippen, überquellende Aschenbecher und zugeklebte DB-Schilder. Dennoch hat der Bahnhof in der Kategorie "Sauberkeit" die Bewertung "akzeptabel" erhalten. Ebenso in Hinsicht auf die Funktion im Zugangsbereich - auf dem Bahnhof ist der Bewertungspunkt "Funktion" lediglich mit "noch akzeptabel" bewertet, was im Klartext meint: geringfügige Mängel, Verbesserung nicht dringend erforderlich. Mit "Funktion" sind Ausstattungselemente, Sitzgruppen, Wetterschutzeinrichtungen sowie Hinweisschilder gemeint. Eingeschlagene Scheiben sprechen allerdings eine andere Sprache.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So schlimm sieht es am Bahnhof Büttgen aus

(NGZ)