Kaarst: Ausstellung "Zucker_Rüben_Land" auf dem Tuppenhof eröffnet

Ausstellung auf dem Tuppenhof : In Vorst dreht sich alles um den Zucker

Auf dem Tuppenhof in Vorst wurde am Sonntag die Ausstellung „Zucker_Rüben_Land“ eröffnet. Besucher erfahren, wie die Zuckerrübe in den vergangenen 200 Jahren eine ganze Region verändert hat.

Die Stimmung auf dem Tuppenhof war am Sonntag gelöst. Den Grund dafür lieferte Martina Taube: Mit ihrem Gesang lockerte Taube die Eröffnung der Ausstellung „Zucker_Rüben_Land – Zuckersüßes aus dem Rheinland“ auf. Während Kuratorin Britta Spies über den Zucker und die Industrialisierung im Rheinland sprach, brachte Taube die rund 60 Gäste, die zur Eröffnung gekommen waren, mit ihren Einlagen zwischendurch immer wieder zum Lachen. Vor allem der Song „Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe“ von Bill Ramsey sorgte für heitere Momente unter den Gästen. Die Musik dazu spielte Mark Koll von der gleichnamigen Musikschule.

Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus eröffnete die Jahresausstellung auf dem Tuppenhof. Bis zum 11. August können sich Interessierte in der Begegnungsstätte über den Siegeszug der Zuckerrübe im Rheinland informieren. In den vergangenen 200 Jahren hat die Zuckerrübe nämlich eine ganze Region verändert. Da sich die hiesigen Böden sehr gut für die Kultivierung der Pflanze eignen, ist im Rheinland eines der größten Anbaugebiete Deutschlands für die Zuckerrübe entstanden. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Veränderungen des Landschaftsbildes und der Höfe, welche die Verbreitung der Zuckerrübe mit sich gebracht hat. Die Gäste konnten sich ein Bild von den süßen Produkten machen, die im Rheinland hergestellt wurden und heute noch werden. Auch die Auswirkungen, die das süße Leben bis heute noch hat, werden bei der Ausstellung thematisiert.

Jürgen Rau, Geschäftsführer des Museumsfördervereins Tuppenhof, und sein ehrenamtlicher Kollege Klaus Stevens waren mit der Eröffnungsveranstaltung zufrieden. „Das hat wirklich Spaß gemacht, weil es keine steife Eröffnung war“, sagt Stevens. Jürgen Rau bedankte sich vor allem bei Kuratorin Britta Spies, die „wie immer bis tief in die Nacht“ gearbeitet habe, so Rau: „Aber das kennt man ja von ihr“. Auch Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus bewies Humor: „Wir haben extra die Eröffnung auf den Tag der Europawahl gelegt“, sagte sie bei ihrer Begrüßung. Und natürlich gab es Speisen, die zum Thema passten: So zum Beispiel Rosinenbrot mit Zuckerrübenkraut.

„Zucker_Rüben_Land“ setzt die Tradition der Jahresausstellungen auf dem Tuppenhof fort. Diese finden alle zwei Jahre statt. 2017 wurde das Reisefieber der Deutschen in der Zeit des Wirtschaftswunders in den 1950er und 1960er Jahren thematisiert, 2015 lautete das Thema „Zwischen Kirche und Herrgottswinkel“. Die aktuelle Ausstellung ist samstags von 11 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Um eine Spende für den Förderverein wird gebeten.

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