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Nagetiere in Kaarst Erneute Klagen über zu viele Ratten

Kaarst · Anwohner mehrerer Straßen haben sich bereits an die Stadt gewandt. Sie sind der Meinung, dass sich die Stadt der Problematik mit höherer Priorität annehmen müsse.

Der Schaumstoff in der Fuge wurde von Ratten gefressen.

Der Schaumstoff in der Fuge wurde von Ratten gefressen.

Foto: Krause

Erneut klagen Bürger aus Kaarst über die Ausbreitung von Ratten. Sowohl Anwohner des Jungfernwegs, als auch von der Martinusstraße, Jahnstraße, Grünstraße oder Am Siepbach haben zuletzt auch tagsüber die lästigen Nagetiere beobachtet. Thomas Krause, der am Jungfernweg wohnt, informierte die Stadt Kaarst bereits mehrfach über die Ratten-Sichtung. „Mittlerweile sieht man sie nicht nur abends, sondern auch tagsüber, wenn sie durch die Gärten laufen“, erklärt Krause im Gespräch mit unserer Redaktion.

Es habe stark zugenommen, wie Krause sagt. Eine Nachbarin habe in den vergangenen Wochen mit Fallen gleich vier Ratten gefangen. „Das ist aber eine Sisyphusarbeit, selbst wenn man ein paar Ratten fängt, laufen die anderen weiter herum“, so Krause. Auch im Gulli seien die Ratten zu hören. „Wir sind nicht die einzigen aus unserem Gebiet, die bei der Stadt angerufen haben“, sagt Krause. So haben auch mehrere Nachbarn sich bei der Stadt Kaarst gemeldet und sich über die gleiche Problematik beklagt.

Auf Nachfrage bei der Verwaltung, ob sich die Ratten-Problematik in Kaarst im vergangenen Jahr verschlimmert habe, heißt es: „Es gibt derzeit keine Häufung von entsprechenden Meldungen. Rattenbefall ist grundsätzlich immer ein Thema und wird im öffentlichen Straßenraum über das Ordnungsamt und die Beauftragung eines Schädlingsbekämpfers abgearbeitet.“ Eine Antwort, die Krause sowie die anderen „Kläger“ nicht zufrieden stellt. „Wir kennen diese Antwort bereits“, sagt er. Seine Meinung: Das Problem müsste von höherer Stelle angegangen werden. „Die Kanalisation besteht nicht nur aus einem Gulli, die ist verbunden. Wenn die Ratten an dem einen Gulli nicht hochkommen können, gehen sie zum nächsten“, so Krause. Was die Nager anrichten können, sei zwischen seinem Haus und der Garage seines Nachbarn gut zu sehen. Die Dehnungsfuge ist normalerweise mit Schaumstoff gefüllt, mittlerweile haben die Ratten alles aufgefressen. Hinzu komme, dass Ratten Krankheiten übertragen können.

Bereits vor knapp einem Jahr hatte es Beschwerden über eine Anhäufung von Ratten im Stadtgebiet gegeben. Damals teilte die Stadt mit, keinen signifikanten Anstieg feststellen zu können, auch im interkommunalen Vergleich seien keine Auffälligkeiten zu erkennen gewesen. Was können Bürger tun, um Ratten fernzuhalten? Leicht zugängliche Nahrungsquellen für die Schädlinge vermeiden, dazu zählen auch Futterspender und Vogeltränken im Garten. Auch falsch befüllte Komposthaufen oder das Entsorgen von Speiseresten über die Toilette könne für eine Vermehrung sorgen.

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