Einrichtungen in Kaarst Weihnachts-Besuch in Altenheimen erlaubt

Kaarst/Büttgen · Weihnachten stellt in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie Bewohner, Mitarbeiter und Angehörige in den Kaarster Alten- und Pflegeheimen vor besondere Herausforderungen.

 Das Johanniter-Zentrum bereitet sich auf das Weihnachtsfest vor und plant, den Bewohnern trotz Corona ein angenehmes Fest zu bereiten.

Das Johanniter-Zentrum bereitet sich auf das Weihnachtsfest vor und plant, den Bewohnern trotz Corona ein angenehmes Fest zu bereiten.

Foto: Georg Salzburg (salz)

WEine zugleich festliche wie tröstliche Atmosphäre wollen aber alle Einrichtungen schaffen. Das Grundgerüst ist überall gleich: Heiligabend finden Feiern ohne Angehörige statt, am ersten und zweiten Weihnachtstag können die Bewohner Besuch empfangen. Dafür gelten weiter die aktuell gültigen AHA-Regeln und ein strenges Monitoring.

Im Caritashaus Sankt Aldegundis beginnt der Heiligabend mit einem festlichen, von Küchenleiter Ulrich Heines besonders gestalteten Menü in den einzelnen Wohnküchen. Anschließend wird der im Haus ehrenamtlich tätige Monsignore Wilfried Auel in jedem Wohnbereich eine kleine Andacht mit den Bewohnern feiern. Im Vinzenzhaus sind die drei Wohnbereiche in neun Kleingruppen aufgeteilt. Ein mobiler Weihnachtsbaum mit Geschenken wird von Gruppe zu Gruppe gebracht. Die Mitarbeiter werden mit weihnachtlicher Musik, Liedern und Gedichten für entsprechende Stimmung sorgen.

„Manche Bewohner gehen auch zu den Angehörigen nach Hause“, weiß Einrichtungsleiter Detlef Rath. Er betont: „Die Bewohner können jeden Tag Besuch im Rahmen der Corona-Schutzregeln empfangen, auch an Heiligabend. Die Angehörigen können nur nicht an den geplanten Feiern teilnehmen, da dies wegen der Abstandshaltung nicht gehen würde.“ Am ersten und zweiten Feiertag gibt es in allen Wohnbereichen weihnachtliche Abwechslungen mit Spielen und Gedichten. Außerdem finden evangelische und katholische Gottesdienste statt: „Die Pfarrer treten mit den Gläubigen nicht in Kontakt“, so Detlef Rath.

Ähnlich laufen die Feiertage auch im Johanniterzentrum ab. Leiter Markus Fritsch freut sich besonders darüber, dass das Möbelhaus Ikea voll dekorierte Weihnachtsbäume gespendet hat: „Daraus machen wir für die Bewohner einen Weihnachtswaldparcours“, sagt er. Heiligabend erklingt auf allen Wohnbereichen weihnachtliche Akkordeonmusik. „An Sankt Martin und Nikolaus haben wir auch schon versucht, eine schöne Atmosphäre herzustellen. Die Bewohner fanden es toll und hatten so etwas gar nicht erwartet“, erinnert sich der neue Zentrumsleiter Fritsch.

An den Weihnachtstagen werden evangelische und katholische Andachten angeboten. Die Angehörigen dürfen an diesen beiden Tagen gerne zu Besuch kommen, müssen aber mit ihren Lieben auf den jeweiligen Zimmern bleiben. Und es ist notwendig, dass alle Angehörigen „zwingend“ eine FFP2-Maske tragen, so Markus Fritsch. Getestet werden Besucher nur im Einzelfall.