Kaarst: Amprion lässt Konverterstandort weiter offen

Osterath oder Dreiecksfläche?: Amprion lässt Konverterstandort weiter offen

Die Bundesnetzagentur ist sich immer noch nicht im Klaren darüber, wo sie den geplanten Konverter bauen wird. Das teilte sie am Montag mit. Demnach kommen auch andere Standorte als Osterath und der Dreiecksfläche in Kaarst in Betracht.

Die Initiative „Kein Doppelkonverter in Kaarst und Neuss“ hatte bei der Bundesnetzagentur eine Erweiterung des Untersuchungsrahmens für eine mögliche Fläche eingefordert. „Beide Flächen liegen viel zu dicht an der Wohnbebauung. Der Konverter muss deshalb im Braunkohlerevier errichtet werden“, heißt es. Die Bundesnetzagentur teilte mit, dass eine Erweiterung des Untersuchungsrahmens zum derzeitigen Verfahrenszeitpunkt bereits rein formal nicht möglich ist, da die erforderlichen Unterlagen  mittlerweile vorliegen. Diese Unterlagen werden derzeit geprüft. Der nächste Verfahrensschritt ist dann die Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung. Dort hat die Bundesnetzagentur auch zu prüfen, ob aufgrund neuerer Erkenntnisse andere oder ergänzende Unterlagen vorzulegen sind, weil sich die Sach- und Rechtslage dann womöglich anders darstellt als zunächst angenommen. Dies „könnte sich unter Umständen auch auf die Untersuchung weiterer Optionen für einen potenziell in Frage kommenden Konverterstandort beziehen, wenn sich hierzu dann weitere Anhaltspunkte ergeben“.

Zuletzt hatte der Netzbetreiber Amprion bekannt gegeben, die Fläche in Osterath zu favorisieren. „Im Ergebnis schneidet der Standortbereich am südlichen Ortsrand von Osterath (II/2) am besten ab. Er hat keine vergleichbaren planungsrechtlichen Restriktionen wie die Dreiecksfläche Kaarst und hebt sich durch eine kurze Anbindungsleitung sowie den großen Abstand von circa 700 Meter zur geschlossenen Wohnbebauung von den anderen Standortbereichen ab“, hieß es in einer Begründung. Bis zu dieser Mitteilung war die Dreiecksfläche in Kaarst stets als erste Option des Netzbetreibers genannt worden, Osterath kam nur als Notlösung in Frage.

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