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Kaarst: Ampelanlage in Driesch auf dem Prüfstand

FDP in Kaarst mahnt zu Verkehrssicherheit : Ampel in Driesch soll auf den Prüfstand

Die FDP-Fraktion fordert eine nachhaltige Verkehrssicherheit für die Bürger an der Ampelanlage in Driesch.

Im Kaarster Stadtteil Driesch gibt es genau eine Ampel – und diese ist der FDP ein Dorn im Auge. Besser gesagt die Ampelschaltung der Anlage auf der Hauptstraße. Deshalb hat die Fraktion nun einen Antrag an den Planungs- und Verkehrsausschuss gestellt, indem sie eine Verbesserung der Anlage fordert. „Die heutige Ampelanlage auf der Hauptstraße in Driesch, die der sicheren Straßenüberquerung für Fußgänger und Radfahrer dienen sollte, entspricht leider nicht mehr den heutigen Richtlinien für Schaltung solcher Lichtsignalanlagen“, beklagt Dirk Salewski, FDP-Fraktionsmitglied und Driescher Bürger, mit Nachdruck: „Dies bedeutet erhöhte Gefahr für Leib und Leben, insbesondere für unsere Kinder, die dort häufiger die Straßenseite wechseln.“

Die Ampel schaltet in der Regel auch ohne Anforderung durch Fußgänger auf Rot, damit die Fahrzeuge ihre Geschwindigkeit reduzieren. Allerdings funktioniert das nur teilweise. Denn wenn ein Auto auf die Ampel zufährt, wird diese durch eine Induktionsschleife in der Fahrbahn wieder auf Grün geschaltet. „Dies kann jedoch sehr problematisch werden, da diese Möglichkeit der Ampelanfahrt den Autofahrern auf dieser Strecke bekannt ist“, stellt David Engelbrecht, stellvertretendes Mitglied der FDP-Fraktion im Jugendhilfeausschuss sowie im Planungs- und Verkehrsausschuss, fest.

Die Autofahrer, die sich oft in Driesch auskennen, wissen also, mit welcher Geschwindigkeit sie auf die Ampel zufahren können, damit sie wieder auf Grün springt – und zwar sind das rund 40 km/h. So wird es schwierig für die Autofahrer, rechtzeitig vor Fußgängern, die die Straße überqueren wollen, zu bremsen. „Gerade an dieser Stelle ist es gefährlich, weil sich in der Nähe eine Bushaltestelle und ein Kinderspielplatz befinden“, sagt David Engelbrecht weiter. Häufig fahren Autofahrer daher auch bei Rot durch. Sollte der Ausschuss den Antrag abnicken, muss die Verwaltung nach Meinung der FDP unterschiedliche Möglichkeiten prüfen, um den Verkehr zu beruhigen.

Lars Christoph (CDU) hat die Anlage in Driesch bislang nicht als Gefahrenstelle wahrgenommen, ist aber der Meinung, dass man sich mit dem Antrag auseinandersetzen sollte. „Es macht Sinn, dass sich unsere Experten die Ampelanlage ansehen. Wenn wir die Ampel in irgendeiner Form optimieren können, muss man da sicherlich was tun“, sagt er auf Anfrage unserer Redaktion. Allerdings sei der Antrag der FDP ein bisschen zu scharf formuliert, denn Christoph sieht an dieser Stelle „keine Gefahr für Leib und Leben“. Anneli Palmen weiß von der Problemstelle in Driesch, weil sie darüber bereits mit Anwohnern auf einem Bürgerbrennpunkt in Vorst gesprochen hatte. „Die Anwohner haben sich beschwert, dass Autofahrer an dieser Stelle oft zu schnell fahren. Ob aber die Ampelschaltung das Problem ist oder nicht, kann ich nicht sagen. Das müssen wir uns mit unseren Verkehrsexperten vor Ort anschauen“, sagt die Vorsitzende der Kaarster Sozialdemokraten unserer Redaktion.