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Kaarst: Am Bruchweg in Holzbüttgen rollen die Bagger

Bauarbeiten für neue Sportanlage in Holzbüttgen : Am Bruchweg rollen die Bagger

Der Startschuss zum Bau der neuen Sport- und Freizeitanlage am Bruchweg in Holzbüttgen ist gefallen. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus begutachtete am Mittwoch die letzte Großbaustelle während ihrer Amtszeit.

Der gelbe Bagger schaufelt im Norden des Geländes fleißig Erde auf einen Haufen, im südlichen Teil ist bereits ein Rechteck ausgehoben, auf dem die Seilbahn des neuen Spielplatzes einmal errichtet werden soll. Die Ortsbegehung auf dem früheren Ascheplatz zeigt: Am Bruchweg tut sich endlich was. Für die scheidende Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus ist es die letzte große Baustelle, die beginnt. „Ich hinterlasse sozusagen Arbeit für die Zukunft“, sagte eine gutgelaunte Bürgermeisterin am Mittwoch bei der Ortsbegehung der Baustelle. Das Unternehmen Frauenrath hat die Ausschreibung gewonnen und baut das rund 10.000 Quadratmeter große Areal um. Und das wird eine Herausforderung, denn dort soll eine Freizeitanlage für alle Generationen entstehen. „Der Ascheplatz ist stark in die Jahre gekommen, deshalb ist nach vielen Diskussionen die Entscheidung getroffen worden, eine neue, moderne Multifunktions-Sportanlage zu bauen“, so Nienhaus.

Neben einer neuen Kleinfeld-Anlage wird eine neugestaltete Laufstrecke inklusive Kugelstoß- und Weitsprunganlage für den Schulsport, eine Pumptrack-Anlage, ein Spielplatz, Grünanlagen, ein Fitness-Parcours mit verschiedenen Geräten und ein Bereich zum Ausruhen entstehen. Auch der Tennisverein DJK Holzbüttgen bekommt einen weiteren Platz. Der Platz wurde zum Großteil aus Fördermitteln finanziert. Die Pläne stammen vom Landschaftsarchitekturbüro Harald Blank. Vor allem der Spielplatz soll einige Highlights wie eine 30 Meter lange Seilbahn und ein großes Klettergerüst bieten. „Es gibt einen Bereich, in dem man sich treffen und Feiern veranstalten kann. Zudem sollen hier auch Schüler Sport machen“, sagt Blank. Die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart erklärt, dass zudem eine „Reservefläche“ bereitsteht, die vorerst nicht genutzt wird. Gebaut wird von Norden nach Süden – derzeit entsteht die Pumptrack-Anlage, die laut Burkhart auch als eine Art Bollwerk zur Regiobahn dienen soll.

Wie lange es dauert, bis das komplette Areal fertig umgestaltet ist, hängt laut Heinz-Gerd Berns vom städtischen Tiefbauamt von den Witterungsverhältnissen ab. „Wir arbeiten in die schlechte Jahreszeit rein, deshalb sind wir bemüht, die Bodenarbeiten voranzutreiben“, sagt er. Berns’ grobes Ziel für die Fertigstellung ist der Mai kommenden Jahres. Das finanzielle Gesamtvolumen für die Umgestaltung liegt bei rund 1,4 Millionen Euro. „Es ist eine Anlage, die an der Schnittstelle der Ortsteile Holzbüttgen und Kaarst liegt und durch die Brücke an der Erftstraße von allen hervorragend genutzt werden kann“, stellt Nienhaus die Vorteile des Standortes heraus. Die zentrale Lage mache den Wert dieser Sportanlage aus, so Nienhaus, die ankündigte, sie nach Fertigstellung auch „selbst intensiv nutzen zu wollen.“ Das sagte sie mit einem Augenzwinkern. Michael Wilms, Bereichsleiter für Schule und Sport, sieht in der Umgestaltung einen Gewinn für die Kaarster Sportszene: „Mit der Umwandlung des alten Ascheplatzes schöpfen wir das Potential des Standortes ganz aus und schaffen in Holzbüttgen ein neues attraktives Sport- und Naherholungsangebot“, sagt er. Der Weg bis zur Entscheidung über die Umwandlung im März war lang: 2015 hatte die CDU das Thema erstmals auf die Agenda gebracht.