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Kaarst: AEG-Schüler gründen eigenes Unternehmen

Gymnasium in Kaarst : Einstein-Schüler gründen eigenes Unternehmen

Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums haben sich im Rahmen eines Projektkurses mit einer Firma selbstständig gemacht.

Maria, Lisa, Marvin, Antoine und Luis proben derzeit den Ernstfall: Wie ist es, ein eigenes Unternehmen zu führen? Die fünf Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums in Kaarst haben im Rahmen ihres Kurses Sozialwissenschaften das Projekt Unternehmensgründung gewählt, in dem sie genau das machen: eine eigene Firma betreiben. „Uns ist aufgefallen, dass das Kulturprogramm in Kaarst für Schüler ab der fünften Klasse eigentlich nicht vorhanden ist“, sagt die 17-jährige Maria. Um dieses zu erweitern, bietet das Schülerunternehmen Kurse in der Jugendeinrichtung Bebop an. „Weil wir ja auch betroffen waren, haben wir uns als Aufgabe genommen, das zu verändern“, sagt Maria weiter. Sieben Schüler haben insgesamt zwei Firmen gegründet, das andere Schulunternehmen vertreibt T-Shirts. „Die Grundidee war, dass jeder seine Fähigkeiten einbringt“, sagt Antoine (18). Angefangen hat die Schülerfirma mit einem Graffiti-Kursus, doch nach den Sommerferien sollen weitere dazu kommen. Die Schüler denken dabei an einen Theaterkursus und eine Schreibwerkstatt.

Schulleiter Bruno von Berg hält die Schülerfirmen für eine gute Idee, um die Jugendlichen auf die Zukunft vorzubereiten. „Ich finde es gut, dass Schüler solche Erfahrungen machen und Verantwortung übernehmen“, sagt er. Die Schüler haben im Rahmen des Kurses erfahren müssen, wie aufwendig es ist, eine solche Firma zu gründen und zu führen. Unterstützt werden die Schülerfirmen von Junior, wo Schüler ihre eigene Firma anmelden können und in rechtlichen und versicherungstechnischen Dingen Unterstützung erhalten. Als die Schüler im Bebop angefragt haben, sagte das Jugendzentrum gleich seine Unterstützung zu. „Das kam uns sehr entgegen, auch weil wir hier keine Raummiete zahlen müssen“, sagt Antoine. Derzeit sind rund 25 Kinder im Graffiti-Kursus angemeldet, Werbung haben die Gründer bislang nur an ihrer eigenen Schule gemacht. Weitere Teilnehmer sind willkommen.

Das Projekt läuft ein Jahr, danach können die Schüler ihre Firma weiterführen – wenn sie denn wollen. Am Ende steht das Projekt auch mit einer Note auf dem Zeugnis. Klassische Hausaufgaben gibt es in dem Kursus nicht. Dafür müssen sich die Schüler um alles kümmern, was zu dem Unternehmen gehört.