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Kaarst: Abschluss-Gottesdienste an mehr als zehn Schulen gesichert

Schulen in Kaarst : Abschluss-Gottesdienste sind gesichert

Für mehr als zehn Schulen im Stadtgebiet wurde trotz Corona ein Abschluss-Gottesdienst organisiert. Die beiden Gymnasien erhalten ihren Segen in der Büttgener Radsporthalle, einige Grundschulen richten den Gottesdienst auf ihrem Schulhof aus.

Wichtige Lebensetappe für zahlreiche Schüler am 25. und 26. Juni: Sie werden aus Grund- und weiterführenden Schulen entlassen. Dazu gehört nicht nur die Zeugnisübergabe, sondern auch traditionell ein ökumenischer Wortgottesdienst und der damit verbundene Segen: „Er ist ein zentraler Punkt für den weiteren Lebensweg“, sagt Pfarrer Martin Pilz von der evangelischen Kirchengemeinde Kaarst. Durch die Corona-Pandemie standen die Gottesdienste lange auf der Kippe – nun ist ist es gelungen, für mehr als zehn Schulen des gesamten Stadtgebiets Segensfeiern zu organisieren: „Wir haben maßgeschneiderte Programme nach Anzahl der Menschen und Möglichkeiten geschaffen“, erklärt Pastor Ulrich Eßer von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Kaarst-Büttgen. Alle Mitglieder der evangelischen und katholischen Pfarrteams werden im Einsatz sein. Turnhallen, Aulen oder Schulhöfe kommen als Orte in Frage, um die nötigen Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Das Albert-Einstein-Gymnasium und das Georg-Büchner-Gymnasium nutzen zum Beispiel die Büttgener Radsporthalle. Für die Grundschulen gibt es diverse Lösungen: Da sich die Klassen ja nicht mischen dürfen, gehen die beiden Pfarrer in die jeweiligen Klassenräume der Viertklässler und halten dort eine 15 bis 20-minütige Segensfeier ab. Ist ein größerer Schulhof vorhanden, so findet das Ganze dort statt – wie etwa in der „Budica“ in Büttgen, der Matthias-Claudius-Grundschule oder der Grundschule Stakerseite. Hier befinden sich die Geistlichen auf dem Schulhof und die drei Abschlussklassen kommen nacheinander dorthin. Die Feier dauert ebenfalls rund fünfzehn Minuten: „Sie besteht im Wesentlichen aus Gebeten, Ideen, einem Symbol, Liedern und natürlich dem Segen“, berichtet Martin Pilz, der in Absprache mit den Religionslehrern die inhaltliche Gestaltung erarbeitet hat. Kantor Wolfgang Weber wird die Feier im Eingangsbereich am schuleigenen Klavier begleiten.

Martin Pilz ist froh, dass eine Zusammenkunft überhaupt möglich ist. Normalerweise wären ja noch viel mehr Menschen eingeladen gewesen und die jüngeren Schüler hätten das Programm mitgestaltet. Jetzt wird etwas improvisiert: „Kurz, knapp und herzlich“, gibt Pilz eine knackige Zusammenfassung der Wortgottesdienste. Die wichtigsten Komponenten: Den weiteren Weg der Kinder unter den Segen Gottes zu stellen – und die erlaubte Anwesenheit der Eltern. Und wenn zum Schluss der irische Reisesegen „Möge die Straße uns zusammenführen“ gesungen wird, gibt es viele feuchte Augen.