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Kaarst: 22 Schüler starten politisches Praktikum

Kommunalpolitik in Kaarst : Schüler starten politisches Praktikum

22 Schüler schnuppern eine Woche lang in die Kommunalpolitik rein. Die Teilnahme ist erfreulich – nur nicht für die CDU, bei der sich ein Schüler eingetragen hat.

22 Schüler konnten am Freitag wählen, obwohl sie noch keine 18 Jahre alt sind: beim politischen Schülerpraktikum. Im VHS-Haus diente ein „Speed-Debating“ dazu herauszufinden, welche Partei einem am meisten liegt. Die Schüler hatten jeweils zehn Minuten Zeit, ihre Fragen stellen, ehe es zur nächsten Partei weiterging. Schon seit Jahren versucht die Stadt mit bislang sehr überschaubarem Erfolg, junge Leute für die Politik zu begeistern. Ziel ist es, ein Jugendparlament zu etablieren.

Michaela Kura, Dozentin an der VHS Kaarst-Korschenbroich und Martina Bläser vom Jugendamt der Stadt hatten die Zeiten fest im Blick. CDU, SPD, Grüne und Freie Wählergemeinschaft (FWG)/Förderer des Sports standen mit jeweils zwei Personen Rede und Antwort. Die Schüler der Jahrgangsstufen acht bis zwölf waren zuvor von Bürgermeisterin Ursula Baum begrüßt worden, der Erste Beigeordnete Sebastian Semmler hatte kurz dargelegt, wie die Verwaltung funktioniert. Ben Odenthal musste sich entscheiden, ob er sich bei der FDP oder der CDU eintragen sollte. „Kommunale Themen standen im Vordergrund, da war ich nicht ganz so gut informiert“, verriet der 14-Jährige.

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  • Margaret Paprotta (CDU),Vorsitzende des Schulausschusses.⇥RP-AF: Blazy
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Caro Thiery (13) gehörte zu denjenigen, die sich entschieden, das Schülerpraktikum bei der FWG zu absolvieren. Auch Sophie Franke (14) und Annalena Grüneberg (13) zog es zur FWG. Sandra Pauen (Förderer des Sports) und Roman Drennhaus (FWG) beeindruckten unter anderem damit, dass sie erklärten, die Freie Wählergemeinschaft sei ein Verein und keine Partei. Es handele sich um einen Zusammenschluss von Kaarster Bürgern, die Politik machen.

Felix Knoop entschied sich, das Schülerpraktikum bei der SPD zu absolvieren. Für seine Fragen hatten Göran Wessendorf und Sabine Kühl bereit gestanden. „Ich weiß noch nicht so viel über die SPD, aber ich glaube, dass das eine sehr interessante Partei ist“, erklärte Knoop. Christian Horn-Heinemann und Lars Witte waren gekommen, um für die CDU die Fragen zu beantworten. Was für sie sehr enttäuschend gewesen sein dürfte: Auf ihrer Liste stand am Schluss nur ein einziger Name. Maarten Gassmann und Michaela Schmidt von den Grünen freuten sich, dass die Jugend sich vor allem für Umweltfragen interessierte.

Das politische Schülerpraktikum ist alles andere als stressfrei. Bereits am Montag stand der Unterausschuss Jugendhilfeplanung an, anschließend nahmen die Schüler an einer Fraktionssitzung teil. Am Dienstag folgt der Sportausschuss. Bis Freitag werden sie sich auf ein Planspiel vorbereiten, ehe am Nachmittag eine Ausschusssitzung simuliert wird. Lockerer wird es ab 18.30 Uhr bei der Feierstunde mit anschließender Übergabe der Teilnahmezertifikate zugehen.