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Kaarst: 13.438 Unterschriften gegen den Fluglärm

Initiative „22 Uhr muss Schluss sein!“ : 13.438 Unterschriften gegen den Fluglärm

Der Verein „Kaarster gegen Fluglärm“, Werner Kindsmüller, hat am Montagabend in der VHS die Ergebnisse seiner Unterschriftenaktion präsentiert. 13.438 Menschen haben mitgemacht. Die Ergebnisse will er Landesverkehrsminister Hendrik Wüst überreichen.

Werner Kindsmüller, Vorsitzender des Vereins „Kaarster gegen Fluglärrm“, machte es am Montagabend im Foyer der Volkshochschule spannend: Zum Abschluss der Kampagne „Um 22 Uhr muss Schluss sein!“ präsentierte er die Zahlen: „13.438 Menschen schließen sich unserer Forderung an, das ist ein hervorragendes Ergebnis.“ In Kaarst wurden 4802 Unterschriften gesammelt – deutlich mehr als in allen anderen Städten rund um den Düsseldorfer Flughafen. Georg Regniet und Wilhelm Nordhausen waren bei der Präsentation der Zahlen mit dabei – Regniet kommt aus Essen, wo 2875 Menschen zum Ausdruck brachten, dass um 22 Uhr mit dem Fluglärm Schluss sein muss, Nordhausen kam aus Büderich – 1895 Menschen hatten in Meerbusch unterschrieben. In Düsseldorf waren es 592, in Korschenbroich 222, in Mönchengladbach 543 und in Neuss 1667.

Kindsmüller wird dem Landesverkehrsminister Hendrik Wüst diese Unterschriften überreichen – der Termin steht noch nicht fest. „Das Ergebnis ist für uns eine Verpflichtung“, erklärte der Vereinsvorsitzende. Sein Versprechen: „Wir werden alle Erfolg versprechenden politischen und rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.“ Dafür erntete er Applaus von den rund 30 anwesenden Fluglärmgegnern. Er freut sich darüber, dass das Verkehrsministerium erst im Jahre 2022 eine Entscheidung über die Kapazitätsausweitung des Düsseldorfer Flughafens trifft. Kindsmüller fordert, dass die Betriebsgenehmigung von 2005 geändert werden müsse, da der dort genehmigte Flugbetrieb de facto erweitert worden ist. Die Betriebsgenehmigung müsse so verändert werden, dass nach 22 Uhr keine Flugbewegungen mehr erfolgen. Werner Kindsmüller zitierte Paragraph 29 b des Luftverkehrsgesetzes: „Auf die Nachtruhe der Bevölkerung ist in besonderem Maße Rücksicht zu nehmen.“ Kindsmüller kritisierte, dass die Gespräche von Wüst mit den Fluggesellschaften wenig gefruchtet haben. „Wir erwarten, dass der Minister handelt und die Betriebsgenehmigung für den Flughafen Düsseldorf ändert“, so Kindsmüller.

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In 2018 seien schon jetzt mehr Flugbewegungen außerhalb der erlaubten Zeiten zu verzeichnen gewesen als im gesamten Vorjahr. „Damit ist das, was die Betriebsgenehmigung von 2005 vorgab zu schützen, nämlich die Nachtruhe, nicht mehr gegeben“, erklärte Kindsmüller: „Noch gravierender, ist, dass im Zeitraum von Mai bis September rund 1600 Flüge in der Stunde vor Mitternacht gelandet sind.“ Dann sollten nur in Ausnahmefällen Landungen erlaubt sein.

(barni)