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Kaarst: Junge Union stellt Artothek auf Prüfstand

Kaarst : Junge Union stellt Artothek auf Prüfstand

Kaarsts größte politische Nachwuchsorganisation hat vier Anträge zur Beratung während der Haushaltsklausurtagung der CDU vorgelegt. Unter anderem soll die Rentabilität der Kaarster Kunstausleihe überprüft werden.

Der neu gewählte Vorstand der Jungen Union (JU) hat sich für 2013 viel vorgenommen. "Wir werden uns intensiv in die kommunalpolitische Diskussion einbringen", hatte JU-Chef Sven Ladeck Anfang Januar versprochen. Jetzt hat Kaarsts größte politische Nachwuchsorganisation vier Anträge vorgelegt, die die Mutterpartei CDU als größte Fraktion im Stadtrat an diesem Wochenende auf ihrer Haushaltsklausurtagung berät. Die NGZ hat die Forderungen zusammengefasst.

Schultoiletten Unter dem Punkt "Größere Instandsetzungen" will die JU bereits für das Haushaltsjahr 2013 150 000 Euro für die WC-Anlage an der Grundschule Grünstraße einstellen. Die Verwaltung hat die Sanierung erst für 2014 vorgesehen. "Nach Rücksprache mit der Schulpflegschaftsvorsitzenden und eigener Besichtigung weisen die Toilettenanlagen, entgegen bisheriger Schilderung durch die Verwaltung, doch erhebliche hygienische und sonstige Mängel auf", sagt Ladeck. Dabei handele es sich nicht nur um Geruchsbelästigungen, sondern auch um Schäden an den Spülkästen und Waschbecken sowie um eine abgestellte oder defekte Heizungsanlage.

Stakerseite Auch für die Planung des Standorts der Gemeinschaftsgrundschule Stakerseite sollen aus Sicht der Jungen Union schon in diesem Jahr 20 000 Euro bereitgestellt werden. Die Stadt hat Instandsetzungen und Investitionen nicht vor 2017 geplant. "Angesichts des Sanierungsstaus und der Gefahr größerer Investitionen, zum Beispiel für die Heizung, erscheint uns dieser Zeitpunkt als zu spät", sagt Sven Ladeck. "Jedenfalls sollte man sich schon heute mit der Planung beschäftigen, um die Kosten besser einplanen und das Vorhaben besser und schneller umsetzen zu können."

Artothek Seit 1986 können bei der Stadt Kaarst — in der Artothek im Souterrain des Kaarster Rathauses — Bilder und Objekte ausgeliehen werden. Pro Woche gibt es durchschnittlich eine Ausleihe. Die JU sagt: "Das rentiert sich nicht" und beantragt, die Kosten der Artothek auf den Prüfstand zu stellen. Zwar, heißt es, sei bis 2016 — anders, als in den Vorjahren — keine Kostensteigerung, sondern ein konstanter Ansatz von 8400 Euro im Haushalt vorgesehen. "Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um eine freiwillige Leistung handelt, bei der das Kosten-Nutzen-Verhältnis in unseren Augen nicht im Einklang ist", so Ladeck.

Kulturausschuss Letztlich beantragt die JU die Eingliederung des Kulturausschusses in einen anderen Ausschuss der Stadt, um Kapazitäten und Kosten zu sparen. Das Kulturprogramm, heißt es, werde für jedes Jahr weitgehend identisch festgesetzt. Die angesetzten Etats würden im Ausschuss lediglich beschlossen, ohne dass weitere inhaltliche Beratungen notwendig seien.

(NGZ/ac)