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Kaarst: Junge Union kämpft für Bebop-Oberstufencafé

Kaarst : Junge Union kämpft für Bebop-Oberstufencafé

Die jungen Christdemokraten um Christian Götzen befürchten, dass die Bebop-Einrichtung ab 2014 mit Veränderungen rechnen muss.

Nicht ohne Hintergedanken hat die Junge Union Kaarst gestern, am Abend der Fraktionssitzung ihrer Mutterpartei unter anderem zu Sparpotenzialen in der Stadt, eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sich die jungen Christdemokraten für den Erhalt des Oberstufencafés im Bebop einsetzen.

Von einem "Warnschuss" mag der JU-Vorsitzende Christian Götzen zwar nicht reden, aber von "Vorbeugung". Er weiß: Die Zukunft der Jugendfreizeiteinrichtungen im Stadtgebiet wird in den kommenden Monaten Gegenstand der politischen Diskussion sein — vor allem auch, weil der derzeitige Förderbescheid bis Ende Ende 2013 gilt. "Bis dahin muss neu darüber gesprochen werden, ob die finanziellen Zuschüsse seitens der Stadt in der bisherigen Struktur fortgesetzt oder Umschichtungen vorgenommen werden", sagt er.

Schon jetzt komme Unruhe auf, erklärt er weiter, denn das Oberstufencafé, das sehr stark von den Schülern des benachbarten Albert-Einstein-Gymnasium genutzt wird, sei auch in der Vergangenheit immer wieder zur Disposition gestellt werden. "Dem Vernehmen nach planen einige Vertreter des Jugendhilfeausschusses insbesondere beim ,Bebop 'massive Veränderungen", heißt es in der schriftlichen Mitteilung der JU.

Das stößt bei der Jungen Union auf deutlichen Widerstand. Veränderungen müsst gut begründet sein. "Es ist völlig unverständlich, dass offenbar erneut die äußerst erfolgreiche Grundkonzeption des Bebops mit Oberstufencafé, offener Tür und den verschiedensten Kursangeboten infrage gestellt werden soll", sagt Götzen.

Die mögliche Schließung des Oberstufencafés steht nicht zum ersten Mal in der Diskussion. Bereits vor einigen Jahren hatten die Grünen die Schließung des Oberstufencafés im Bebop gefordert und waren damit am Widerstand der übrigen Parteien gescheitert. Trotz der eigenen Cafetria im AEB ist das Oberstufencafé im Bebop nicht überflüssig: "Wir wissen auch von unseren eigenen Mitgliedern im AEG, wie stark es genutzt wird und dass es für die älteren Schüler wichtig ist, diesen Raum für sich zu haben", sagt Gützen.

Zwar könne man über Weiterentwicklungen des Angebotes immer sprechen, dann müsste man seitens der Politik aber auch das Gespräch suchen. Zudem monieren die Jungpolitiker: "Obwohl offenbar bereits detaillierte Pläne für Veränderungen in den Schubladen liegen, hat bisher noch niemand das direkte Gespräch mit den Betroffenen im Bebop gesucht."

Kämmerer Heinz Dieter Vogt jedoch betont, dass es seitens der Stadt keine Absichten zur Schließung des Oberstufencafés gebe. Bis Ende 2013 bliebe es bei der Planungssicherheit. Und danach? Vogt: Wir sind in der Diskussion mit allen Beteiligten."

(NGZ/rl)