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Kaarst: Jugendzentrum Bebop verjüngt den Vorstand

Kaarst : Jugendzentrum Bebop verjüngt den Vorstand

Vier neue Mitglieder hat der sechsköpfige Vorstand des Trägerverein des Jugendzentrums Bebop. Sie sind zwischen 24 und 33 Jahre alt.

Der Trägerverein des Jugendzentrums Bebop verhandelt zurzeit mit der Stadt Kaarst über eine Vertragsverlängerung für weitere fünf Jahre. Intern hat er sich bereits auf eine längere Zukunft eingestellt und sich bei den Wahlen zum Vorstand enorm verjüngt: Gleich vier neue Mitglieder zwischen 24 und 33 Jahre sind aufgerückt.

"Der alte Vorstand vertrat die Überzeugung, dass zu einer Vertragsverlängerung auch ein Generationenwechsel stattfinden muss. Deshalb haben wir frühzeitig den Blick danach ausgerichtet", sagt der alte und neue Vorsitzende Hermann-Josef Sülzenfuß. "Umso erfreulicher ist es, dass alle vier Neuen aus der Arbeit des Bebops herauskommen." In der Jugend waren sie Besucher, später ehrenamtliche Helfer, Zivi oder hauptamtlicher Mitarbeiter. Nun tragen sie als Vorstand des Trägervereins die Verantwortung als Arbeitgeber des Bebop-Teams.

Drei hauptamtliche Mitarbeiter, ein Jahrespraktikant, zwei Bundesfreiwilligendienstleistende und mehrere Honorarkräfte werden beschäftigt. "Wir schaffen die Rahmenbedingungen, damit das Team vor Ort in Ruhe arbeiten kann", sagt Sebastian Schorn treffend. Der 30-Jährige besuchte regelmäßig das Oberstufen-Café in dem Jugendzentrum, nach dem Abitur leistete er dort seinen Zivildienst ab. "Von der Bebop-Familie kommt man nicht weg. Der Kontakt zu den Mitarbeitern ist nie abgerissen und ich habe immer wieder bei Projekten geholfen", so Schorn.

Gleiches gilt für Benjamin Riege, der ebenfalls Zivi im Bebop war. "Seit ewig", wie er selber sagt, gehört Christian Götzen zum Bebop. Obwohl mit 24 Jahren der Jüngste im Quartett der Neuen, so kennt er das Haus wohl am längsten von allen. Als Sozialpädagoge bringt er beruflichen Hintergrund mit in die Vorstandsarbeit ein. "Jeder von uns hat besondere Fähigkeiten, durch die er sich hervorhebt: Sebastian ist der Handwerker, Benjamin kennt sich im Computerbereich aus und Verena kommt wie ich aus dem pädagogischen Bereich", sagt Götzen.

Verena Müller sammelte im Bebop erste berufliche Erfahrung; nach Praktikum und Anerkennungsjahr fürs Studium gehörte sie dreieinhalb Jahre als hauptamtliche Mitarbeiterin zum Team. Als sie 2009 den Job wechselte, brach aber auch bei der 33-Jährigen der Kontakt nie ab. Hermann-Josef Sülzenfuß sprach sie bereits ein Jahr vor den Neuwahlen auf ein Amt im Trägerverein an. "Nun möchte ich die gute Arbeit des Hauses aus dieser Position heraus weiter unterstützen", sagt sie.

Den Vorstand komplettiert schließlich Mark Koll, der natürlich über seine Musikschule eng mit dem Bebop verbunden ist und den "sozio-kulturellen Faktor" einbringt. "Jeder hat hier seine eigenen Stärken, aber unser aller Ziel ist gleich: Wir möchten, dass sich die Kaarster Jugendlichen im Bebop wohl fühlen", sagt er. Gewählt ist der Vorstand für zwei Jahre.

(NGZ/EW)