Kaarst: Jugendfeuerwehr zieht in neue Wache

Kaarst: Jugendfeuerwehr zieht in neue Wache

Die Nachwuchsorganisation der Feuerwehr wird in der neuen Feuerwache in Büttgen mehr Platz als im bisherigen Gerätehaus finden. Somit ist sichergestellt, dass wieder mehr Jugendliche aufgenommen werden können.

Im vergangenen Jahr feierte die Jugendfeuerwehr Kaarst ihr 50-jähriges Jubiläum. Ihr ganz großes "Geschenk" werden die jungen Blauröcke voraussichtlich zum Jahresende bekommen: Die Fertigstellung des Feuerwehrgerätehauses in Büttgen ist für sie von besonderer Bedeutung, um die erfreulich hohen Mitgliederzahlen zu halten, wenn nicht sogar erhöhen zu können.

Zurzeit besteht die Jugendfeuerwehr aus sieben Mädchen und 30 Jungen. In den letzten Jahren hatte die Zahl auf 32 begrenzt werden müssen wegen der beengten Platzverhältnisse. Junge Leute, die gerne mitmachen wollten, mussten abgewiesen werden. Das war mehr als schade, denn viele Mitglieder der Jugendfeuerwehr wechseln mit Vollendung des 18. Lebensjahres in einen der beiden Löschzüge.

Im vergangenen Jahr wurde nur ein Mitglied der Jugendfeuerwehr in den Löschzug Kaarst übernommen, nämlich Marc Brenneisen. In den aktiven Dienst im Löschzug Büttgen kamen aus den Reihen der Jugendfeuerwehr gleich sechs junge Leute: Fabienne Hürtler, Jennifer Täpper, Justin Demuth, Kevin Kluth, Sven Schiemann und Timo Eigen. Aufgrund der bereits erworbenen Kenntnisse, nachgewiesen durch die Leistungsspange, wurden die sieben jungen Leute direkt zu Feuerwehrmännern und -frauen befördert.

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr und ihre Betreuer sind indes gut vernetzt: Stadtjugendfeuerwehrwart Marco Cardinale und seine Stellvertreterin Anne Kathrin Esser sowie Fabienne Hürtler haben als Landesdelegierte am Delegiertentag der Deutschen Jugendfeuerwehr in Berlin teilgenommen. Marco Cardinale ist im Vorstand der Kreisjugendfeuerwehr aktiv und Jürgen Hotstegs ist stellvertretender Vorsitzender des Stadtjugendrings. Achim Stöckmann ist Sprecher der Jugendfeuerwehren des Regierungsbezirks Düsseldorf und auf der Kreisebene vertritt Fabienne Hürtler die Interessen von knapp 450 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr.

Die Jugendfeuerwehr leistet sinnvolle Jugendarbeit, wobei der Spaß nicht zu kurz kommt: Man feiert gerne, zeltet, macht Ausflüge - und die jungen Leute machen sich auch nützlich. Sie helfen beim Drei-Besen-Tag, richten einen eigenen Erste-Hilfe-Kurs aus und pflegen die rund 750 Hydranten im Ortsteil Kaarst, um nur einige Beispiele zu nennen. Worüber sich Marco Cardinale besonders freut: "Die Sparkasse, die Raiffeisenbank, der Förderverein für Brandschutz und unsere privaten Gönner unterstützen uns kräftig. Ohne diese Unterstützung wären verschiedene Anschaffungen, Veranstaltungen und Ausflüge so nicht durchführbar gewesen." Und da er sich nicht selber loben kann, sei noch folgendes hinzugefügt: Die Jugendfeuerwehrwarte investierten in 2017 gut 970 Stunden in die Jugendarbeit - zusätzlich zu den Stunden im aktiven Feuerwehrdienst.

(NGZ)