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Kaarst: Jubiläum ohne Schützenkönig

Kaarst : Jubiläum ohne Schützenkönig

Das 75-jährige Bestehen wird bei der Holzbüttgener Schützenbruderschaft groß gefeiert. So richten sie in diesem Jahr sowohl den Bezirksjungschützentag als auch das Bezirksschützenfest aus. Was fehlt, ist ein Regent.

Volker Schöneberg, seit Januar Brudermeister der Holzbüttgener Schützen, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: "Wir werden das Jubiläum gebührend feiern — egal, ob sich doch noch ein Schützenkönig findet oder nicht." Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und das schon seit mehr als einem Jahr.

Bereits am Sonntag, 8. Mai, steht der Bezirksjungschützentag auf dem Programm. Organisiert hat ihn der frühere Jungschützenmeister Christoph Gaspers. Er erwartet schönes Wetter und rund 400 Jungschützen aus den 18 Bruderschaften des Bezirksverbandes. Mit zum Programm gehört ein jugendgerechter Gottesdienst. Außerdem werden Bezirksprinz, Bezirksschülerprinz und zum zweiten Mal auch der Bezirksedelknabenkönig ermittelt. Fahnenschwenker zeigen Leistungen, die zum Teil fast schon als akrobatisch bezeichnet werden können. Ein Kettcar-Parcours soll die Kinder anlocken, ebenso wie die Hüpfburg und weitere Attraktionen.

Stefan Schönen vom Bruderschaftsvorstand und vier weitere Holzbüttgener Schützen haben eine 176 Seiten starke Jubiläumsschrift erarbeitet, die Interessantes nicht nur über die Bruderschaft, sondern auch über die Ortsgeschichte enthalten wird. Das Festbuch ist erstmals beim Jubiläumsbiwak am 2. Juni erhältlich. Es hat den Titel "Ortschaft Holzbüttgen". Der Leser erfährt unter anderem, dass es mit Karl-Heinz Pannenbecker (85) einen Schützen gibt, der zwar nicht von Anfang an, aber seit immerhin 74 Jahren mit marschiert.

Das Jubiläumsbiwak beginnt an Christi Himmelfahrt um 11.30 Uhr mit der Messe. "Diese Veranstaltung dient nicht der Erwirtschaftung von Geld für die Schützenkasse", sagt Pressesprecher Thomas Tillmann und verrät Details. "Kinder bekommen Getränke gratis, Erwachsene zahlen lediglich einen Euro pro Getränk." Segway-Parcours, Hau-den-Lukas und ein Schusskraftmessgerät für Torschützen gehören zu den Attraktionen.

Offiziell endet am 15. Mai die Möglichkeit, sich in die Schießliste einzutragen, um den Königsvogel von der Stange zu holen. Schöneberg hofft insgeheim, dass sich doch noch jemand meldet. Das Schützenfest wird auf jeden Fall vom 6. bis zum 9. August gefeiert, und zwar kein normales, sondern das Bezirksschützenfest. Erwartet werden 400 bis 500 Gastschützen aus 17 der 18 dem Bezirksverband angehörenden Bruderschaften.

(NGZ)