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Jan-van-Werth-Ehrenplakette an Martinsverein Büttgen verliehen

Erinnerung an Jan van Werth in Büttgen : Ehrenplakette für den Martinsverein

Die Büttger Bruderschaft verleiht die „Jan-van-Werth-Ehrenplakette“ im Beisein von Nachfahren des Feldherrn.

Es ist immer bis zuletzt ein gut gehütetes Geheimnis, wem die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Büttgen die Jan-van-Werth-Ehrenplakette verleihen wird. Am Samstag war es wieder so weit. Brudermeister Franz-Josef Bienefeld ließ die Besucher im Pfarrzentrum nicht allzu lange im Ungewissen. Nach höchstens zwei Minuten erklärte er: „Ich freue mich sehr darüber, dass unsere Schützenbruderschaft den Martinsverein Büttgen mit der Jan-van-Werth-Ehrenplakette auszeichnet.“ Die Auszeichnung nahm Christoph Demuth, der seit Jahren den St. Martin verkörpert, in Vertretung für die Vorsitzende Sabine Schrills entgegen.

Die Messe, die Gregor Ottersbach hielt, war sehr gut besucht. Mit dabei: Rund zehn Nachfahren Jan van Werths sowie das Reitercorps in seinen Uniformen, das Reitercorps Büttgen und Jan und Griet, die bis November noch von Jürgen und Bettina Peters verkörpert werden. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus und der Brudermeister Franz-Josef Bienefeld legten am Ehrenmal den Kranz nieder, den die beiden Minister des Jungschützenkönigs Dennis Jablonski und Henrik Haasler getragen hatten.

Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus bekundete Respekt und Anerkennung vor der Kriegskunst Jan van Werths: „Er ist ein mutiger General gewesen, der sehr fürsorglich seinen Soldaten gegenüber war und dem die schonende Behandlung der Landbevölkerung sehr am Herzen gelegen hat.“ Für die Zukunft wünschte sie „für alle Menschen dauerhaften Frieden“.

Die Nachfahren Jan van Werths saßen wieder an einem Tisch. Graf Florian von Hoensbroech war mit Ehefrau Desirée und fünf Kindern aus Jülich angereist, Constantin von Hoensbroech und Ehefrau Ulrike waren aus Köln gekommen. Maximilian Raitz von Frentz war trotz seines hohen Alters von 89 Jahren mit dem Auto aus Mechernich angereist. Zu den zahlreichen Gästen gehörten unter anderen die Königshäuser aus Büttgen und Driesch, der Ehrenbrudermeister Helmut Haas sowie Dieter Steins – sein Großvater, der Kunstbildhauer Christian Heinrich Wiehe (1874 bis 1960) hatte das Design der Jan-van-Werth-Ehrenplakette 1927 entworfen. Die zierte zunächst die „Ehrengabe des Landkreises Neuss“.

In seiner Laudatio hatte Franz-Josef Bienefeld die Arbeit des Martinsvereins gelobt. „Der Verein sorgt dafür, dass pünktlich am Freitag vor dem 11. November nicht nur Laternen, sondern auch Kinderaugen in Büttgen leuchten.“ Der Martinsumzug bereichere das Brauchtum in Büttgen seit etwa 75 Jahren. Er werde mittlerweile als selbstverständlich hingenommen, die Arbeit erledige sich jedoch nicht von alleine.

Dann ergriff die Vorsitzende Schrills das Wort und unterstrich, was Bienefeld gesagt hat: „Ich hoffe, dass die Verleihung dieser Plakette auch Werbung für unseren Verein bedeutet.“ Es wird offenbar immer schwerer, Geld zu sammeln, um die Martinstüten zu füllen. Zurzeit mangele es noch an Menschen, die von Haus zu Haus gehen und Geld sammeln für den Martinsverein.