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Kaarst: "Ikea-Verkehrserschließung muss optimiert werden"

Kaarst : "Ikea-Verkehrserschließung muss optimiert werden"

Interview mit CDU-Stadtverbandschef Lars Christoph über die nächsten Schritte bei der Realisierung des Gewerbegebiets Hüngert II

Nach der Sommerpause befasst sich die Politik erneut mit der Rahmen- und Verkehrsplanung für das künftige "Ikea-Gewerbegebiet" am Kaarster Kreuz. Die Verwaltung hat am Donnerstag einen zeitlichen Fahrplan vorgelegt. Über das weitere Vorgehen bei der Realisierung des Kaarster Generationenprojekts sprach die NGZ mit CDU-Stadtverbandschef Lars Christoph.

Herr Christoph, die Bürgerversammlung vor einem Monat hat vor allem eines gezeigt: Dass hinter das Thema "Verkehr" noch kein Haken gemacht werden kann. Wie soll es aus Sicht der CDU diesbezüglich jetzt weitergehen?

Christoph Die Überlegungen zur verkehrlichen Erschließung werden in der Bürgerschaft konstruktiv-kritisch begleitet. Das ist gut so. Wir nehmen die vielfältigen Anregungen und Bedenken sehr ernst und werden mit dem Gutachter prüfen, an welchen Stellen weitere Optimierungen der bisherigen Planung möglich sind. Die Verkehrserschließung muss im Ergebnis u.a. sicher stellen, dass die Wohnbereiche von Holzbüttgen durch den Gewerbeverkehr nicht belastet werden.

Vom Verkehr abgesehen – dass es bei der Entwicklung eines Gewerbegebietes auch um andere wichtige Aspekte geht, ist klar. Welche Erkenntnisse zieht die Union im Übrigen aus der bisherigen Bürgerbeteiligung?

Christoph Die Ausweitung der bestehenden Gewerbeflächen in Kaarst stößt vom Grundsatz her auf Zustimmung. Das freut uns, denn eine weitere Entwicklung ist für die wirtschaftliche Stärke unserer Stadt bedeutend. Allerdings gibt es Sorgen, ob die Gesamtdimension des Projektes nicht überzogen ist. Dazu muss man klar feststellen: Die Rahmenplanung zeigt Entwicklungsperspektiven auf – nicht für die nächsten zwei bis drei, sondern für die nächsten zwanzig bis dreißig Jahre. Wir müssen das Gesamtgebiet aber vor Beginn konkreter Planungen in den Blick nehmen, damit wir uns für die Zukunft nichts verbauen.

Welche konkreten Planungen sind denn für die nächsten Jahre vorgesehen?

Christoph Unser Hauptaugenmerk wird auf der IKEA-Umsiedlung liegen. Daneben ist denkbar, dass wir gegenüber L'Oreal ein Gewerbequartier schaffen, dass wir ansprechend in die Landschaft integrieren wollen. Alles Weitere steht derzeit nicht auf der politischen Agenda.

In Bezug auf das neue Ikea-Haus wird ja in Holzbüttgen vor allem über die Größe und die Grünplanung diskutiert...

Christoph Das ist richtig. Ich finde es ganz wichtig, dass das neue Ikea-Haus Richtung Holzbüttgen und Büttgen abgeschirmt und kräftig eingegrünt wird. Das dürfen nicht nur ein paar Alibi-Bäume werden. Hier muss Ikea sich noch deutlich bewegen. Ob das Haus dann ein wenig größer oder kleiner ist, ist aus meiner persönlichen Sicht zweitrangig.

Julia Hagenacker führte das Gespräch

Hier geht es zur Bilderstrecke: Meine Firma: Ikea in Kaarst

(NGZ)