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Kaarst: Ikea: Straßenplaner unter Druck

Kaarst : Ikea: Straßenplaner unter Druck

Was die Beantragung von Landesfördermitteln für den Bau der neuen Kreisstraße K 37n betrifft, drängt mittlerweile spürbar die Zeit. Der rechtlich verbindliche Bebauungsplan muss bis September vorliegen.

Präzision, Pünktlichkeit und perfekte Teamarbeit: Was als Erfolgsrezept für wahrscheinlich jedes unternehmerische Vorhaben gilt, gilt für "das" Kaarster Großprojekt — die Umsiedlung Ikeas und die Erweiterung des Gewerbegebietes "Kaarster Kreuz" um das Teilgebiet "Hüngert II" — erst recht.

Das wiederum gilt besonders dann, wenn es um die Beantragung von Fördermitteln geht. An dieser Stelle drängt mittlerweile nämlich spürbar die Zeit. In einer gemeinsamen Sitzung des Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschusses mit dem Planungs- und Verkehrsausschuss hat die Verwaltung der Politik jetzt noch einmal den Stand der Dinge in Sachen Gewerbegebietsentwicklung dargelegt.

B-Plan K37n Planungsrechtlich liegt der Fokus zum jetzigen Zeitpunkt auf dem Straßen-Bebauungsplan (B-Plan) Nummer 93 "Bereich K 37n". Der soll demnächst verbindlich festlegen, wie die Voraussetzungen für die Errichtung des neuen Teilabschnitts der Kreisstraße und die Entwicklung von neuen Gewerbeflächen nördlich der Neersener Straße und südlich der Straße Hüngert aussehen.

Im Zuge dessen wird zum Beispiel die maximale Höhe der künftigen Gebäude verankert, die nun, je nach Größe der Gebäude im Umfeld, zwischen acht und höchstens 12 Metern liegen soll. Klar ist unter anderem auch: Der Straße direkt zugewandt sollen keine optisch unschönen Lager- oder Produktionshallen stehen. Geplant sind vielmehr Büro- und Dienstleistungsnutzungen.

B-Plan Ikea-Verlagerung Der Bebauungsplan für die Fläche, die Ikea erwerben will, um darauf ein neues Einrichtungshaus zu errichten, befindet derzeit noch nicht im Mittelpunkt der Betrachtungen. Als Grundlage für die weiteren Planungen muss nämlich zunächst der B-Plan K37n stehen.

Förderung und Zeitplan Fördermittel für den Bau der K 37n aus dem sogenannten Entflechtungsgesetz stehen nach jetzigem Stand der Dinge wahrscheinlich nur noch im Jahr 2013 zur Verfügung. Für Kaarst heißt das: Damit der Förderantrag noch rechtzeitig gestellt werden kann, muss die Politik die Offenlage des Straßen-Bebauungsplans vor dem 1. Juni beschließen, denn — der vom Rat beschlossene, rechtlich verbindliche B-Plan muss im September vorliegen. Andernfalls bekommt der Rhein-Kreis kein Geld vom Land. Die Beschlüsse zur Flächennutzungsplanänderung und zur Offenlage des B-Plans K37n sollen Planungsausschuss und Rat deshalb am 30. und 31. Mai treffen.

Gespräche mit Ikea "Ikea", heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung, "legt Wert auf eine Fortsetzung der Gespräche zur Vorbereitung eines Notarvertrages für die im Hinblick auf die beabsichtigte Umsiedlung anstehenden Grundstücksgeschäfte." Offen ist noch, ob das schwedische Möbelunternehmen tatsächlich auf den Erhalt einer weiteren, 40 000 Quadratmeter großen Fläche südlich des neuen Ikea-Grundstücks besteht. Am Freitag soll der Grundstücksausschuss über den Stand der Verhandlungen unterrichtet werden.

(NGZ/rl)