Kaarst: Ikea kann jetzt das neue Möbelhaus bauen

Kaarst : Ikea kann jetzt das neue Möbelhaus bauen

Kurz vor dem Ende der laufenden Wahlperiode hat die Politik den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan genehmigt.

Alle Voraussetzungen zur Umsiedlung von Ikea ins neue Holzbüttgener Gewerbegebiet "Kaarster Kreuz" sind nun geschaffen. Im letzten Planungsausschuss der aktuellen Wahlperiode wurde zunächst im nicht-öffentlichen Teil der städtebauliche Vertrag mit dem Konzern vereinbart. Darin sind unter anderem die Grünplanung und die Nachhaltigkeit bei Bau und Betrieb des Möbelhauses festgeschrieben.

Ikea baut in Kaarst im Rahmen eines weltweiten Pilotprojekts ein sogenanntes Umwelt-Vorzeigehaus ("Sustainable store"). In öffentlicher Ausschusssitzung und einen Tag später im Stadtrat genehmigte die Politik jetzt den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan. CDU, SPD, FDP und das Zentrum stimmten dem zu, UWG und Grüne erwartungsgemäß dagegen. Somit geht es jetzt in die Detailplanung des neuen Möbelhauses.

An einem Punkt, der kein Zurück mehr zulasse, sagte Grünen-Fraktionsvorsitzender Christian Gaumitz, werde seine Partei nun keine fundamentale Stellung mehr beziehen. Das Nachhaltigkeitskonzept beim Möbelhaus nehme man positiv zur Kenntnis. Die bislang ablehnende Haltung begründete Gaumitz unter anderem in der Kritik am enormen Flächenverbrauch und am mangelnden Vertrauen in das von einem Sachverständigenbüro erarbeiteten Verkehrskonzept. Der Technische Beigeordnete Manfred Meuter entgegnete dem, dass die Planungen zur Erschließung auf vielen Ebenen bis hin zur Bezirksregierung mehrfach vorgelegt und erprobt wurden. Die Gutachten dazu hätten die SPD schließlich überzeugt, erklärte Elke Beyer.

Nach dem jahrelangen Planungsprozess nutzten die Politiker die Gelegenheit zu abschließenden Worten. Für Günter Kopp (FDP) ist die Umsiedlung der erste große Mosaikstein in der zukünftigen Entwicklung des Gewerbegebiets "Kaarster Kreuz".

"Eine Neuansiedlung solcher Art hätten wir aufgrund der Größe von Kaarst heute gar nicht mehr bekommen", betonte der Vorsitzende des Planungsausschusses Marcel Schulze Bomke-Vossschulte (CDU) über die Bedeutung, Ikea in der Stadt gehalten zu haben. "Die CDU ist hocherfreut, dass die jahrelangen, intensiven Diskussionen um die Umsiedlung von Ikea mit dem Satzungsbeschluss nun einen erfolgreichen Abschluss gefunden haben", sagt auch CDU-Stadtverbandschef Lars Christoph. Schon in diesem Jahr könne mit dem Baubeginn der Erschließungsstraße K 37n die Realisierungsphase begonnen werden. "Wir haben viel Wert darauf gelegt, eine hochwertige Planung mit ansprechender Begrünung umzusetzen und freuen uns, dass dies erfolgreich abgeschlossen werden konnte", so Christoph. "Die Tatsache, dass Kaarst einer von zwei Modellstandorten für Nachhaltigkeit werden wird, zeigt die Verbundenheit von Ikea zu unserer Stadt und die Attraktivität des Standortes."

(stef)
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