Rektorin der Gemeinschaftsgrundschule Büttgen: „Ich bin toll aufgenommen worden“

Rektorin der Gemeinschaftsgrundschule Büttgen : „Ich bin toll aufgenommen worden“

Erst vor kurzem trat Ruth Schneider ihre neue Stelle an, "doch ich habe das Gefühl, als wäre ich so schon lange da - so toll bin ich hier aufgenommen worden", erzählt die neue Rektorin der Gemeinschaftsgrundschule Büttgen.

"Außerdem hat mich meine Vorgängerin Karin Juds sehr gut eingeführt." Viel Lob findet sie für ihr neues Umfeld - 198 Kinder und elf Lehrerinnen: Vom "Burnout"-Syndrom gebe es keine Spur , "das ist ein engagiertes Team". Die Schule habe einen guten Ruf, sei gut ausgestattet - beispielsweise mit Montessori-Materialien. Sehr gut sei auch das Nachmittagsangebot mit Arbeitsgemeinschaften von Sport bis zur Streitschlichtung.

"Ab November bieten wir sogar afrikanisches Trommeln an." Besonders gefällt der 51-Jährigen, die mit ihrer Familie in Willich wohnt, dass Schüler, Eltern und Lehrer sehr in die Gemeinschaft in Büttgen, in die Aktionen des Martinvereins und der Schützen integriert werden. "Die Kinder freuen sich schon jetzt darauf, wieder Laternen für St. Martin zu basteln."

Einen stimmungsvollen Martinszug etwa kenne sie aus ihrer Kindheit in Westfalen nicht, erzählt die in Bad Salzuflen Geborene. Ursprünglich wollte sie Dolmetscherin werden, doch dann entschied sie sich für den Lehrberuf. "Ich hatte immer einen guten Draht zu Kindern." Neben den Seminaren arbeitete sie am Fließband, finanzierte so ihr Studium.

Ihre erste Stelle trat sie in Herford-Hiddenhausen an. Vier Jahre lang war sie Konrektorin an der Astrid-Lindgren-Schule in Holzbüttgen, doch ihr Ziel war, eine Schulleitung zu übernehmen. Vor der für die Schulleitungs-Position nötigen Revision "habe ich erklärt, wenn es nicht klappt, mache ich auf Borkum eine Würstchen-Bude auf".

Das brauchte sie nicht, auch wenn die Nordsee neben Fußball zu ihren Hobbys gehört. In der nächsten Zeit will sie "die gute Arbeit meiner Vorgängerin fortsetzen und später eigene Ideen verwirklichen". Ruth Schneider setzt auf die enge Kooperation mit dem Förderverein, der Betreuungsgruppe und dem Hort nebenan. Und sie will die Schule etwa im Rahmen von Elternhospitationen öffnen, um die Arbeit dort öffentlich bekannter zu machen. Ein Wunsch von ihr: "Größere Räume für die Betreuungsgruppe."

(NGZ)