Kaarst: Hoëcker macht Comedy mit Köpfchen

Kaarst: Hoëcker macht Comedy mit Köpfchen

Im ausverkauften AEF stellte Comedian Bernhard Hoëcker sein großes Allgemeinwissen unter Beweis.

In Quizsendungen wie "Wer weiß denn sowas?" von Kai Pflaume fällt er regelmäßig durch sein großes Allgemeinwissen auf, das im krassen Gegensatz zu seiner Körpergröße von bescheidenen 1,59 Meter steht. Jetzt schaffte es der in Bonn lebende Bernhard Hoëcker, für ein ausverkauftes Albert-Einstein-Forum zu sorgen. Es sollte ein unterhaltsamer, zugleich aber auch lehrreicher Abend werden.

Hoëcker ist ja nicht nur ein schlauer Mann, sondern nebenbei auch noch Comedian. Und weil das so ist, kam er sehr schnell mit Besuchern ins Gespräch, erwies sich dabei als enorm schlagfertig. "Wir verhalten uns ethnozentrisch", erfuhren die Zuschauer und konnten ihrem Wortschatz einen neuen Begriff hinzufügen. Dabei werde vergessen, dass sich die Kulturen unterscheiden. Hoëcker untermauerte diese Thesen mit zahlreichen Beispielen. So bedeute "Public Viewing" in den USA nicht, zu Hunderten oder gar Tausenden wichtige Fußballspiele zu sehen, sondern das Aufbahren eines Verstorbenen: "Das hat mit unserem Public Viewing nichts zu tun, es sei denn, man ist HSV-Fan", sagte der 47-Jährige.

Für Smartphone-Nutzer gab es wieder einen interaktiven Teil, das Ergebnis wurde auf eine großformatige Leinwand projiziert. Auf die Frage "Gefällt es dir in Kaarst?" antworteten 73 Prozent der Zuschauer mit einem Ja. Und dann noch ein Begriff, den viele zum ersten Mal gehört haben dürften: "Kontaktreliquien". "Das sind Gegenstände, die mit Originalreliquien in Berührung gekommen sind", erklärte Hoëcker.

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Er berichtete von "einem Kloforscher", der herausgefunden hat, dass Menschen die hintersten Toiletten immer für die saubersten halten - Pech nur, dass die meisten so denken, dieselbe Strategie haben: "Das Ergebnis ist beschissen", sagt Hoëcker.

Dasselbe Phänomen könne auftreten, wenn jemand als Protestwähler sein Kreuzchen macht und viele, viele andere Wähler haben dieselbe Idee: "Dann kann es zu einem braunen Haufen im Parlament kommen", lautet die Schlussfolgerung des kleinen Comedians mit dem großen Allgemeinwissen.

(NGZ)