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Kaarst: Hilfe aus Büttgen für Uganda

Kaarst : Hilfe aus Büttgen für Uganda

Carl-Wilhelm Bienefeld ist Vorsitzender des Vereins "LEBENSzeichenAfrika". In Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation "SALEM-International" bittet er um Spenden für hungernde Kinder in Ostafrika.

Vor sechs Jahren gründete der Büttgener Carl-Wilhelm Bienefeld mit Eltern und Lehrern "LICHTzeichen aus Düsseldorf — Wir helfen in Afrika". Heute heißt der Verein "LEBENSzeichenAfrika". Die Ziele, Bildungsprojekte, im Besonderen für Waisenkinder in Uganda und Südafrika, zu unterstützen und Jugendliche in und um Düsseldorf aktiv und persönlich in Hilfsprojekte einzubeziehen, sind aber dieselben geblieben.

Wenn es um Afrika geht, ist Bienefeld also Experte. "Die Not in Ostafrika", sagt er, "hat mittlerweile auch Uganda erreicht." Besonders Kinder leiden dort unter Unterernährung. "LEBENSzeichenAfrika" will deshalb in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation "SALEM-International" mit einer Spendenaktion in Mbale helfen. Siegfried Kunz ist derzeit Auftrag von Salem-International in Uganda unterwegs. Er berichtet von furchtbaren Zuständen.

60 Euro pro Kind und Woche

Im Januar, sagt Kunz, waren es noch fünf pro Woche, im Juni bereits 25: Kinder zwischen zwei und vier Jahren, die an Unterernährung leiden und zum Teil schwere gesundheitliche Schäden aufweisen. Mütter kämen inzwischen mit ihren kranken Kindern in das Kolonyi-Health-Centre — ein von "SALEM" betriebenes Krankenhaus in Osturganda, nicht weit von Mbale. "Dort", sagt Kunz, "werden sie mit aufbauenden Nahrungsmitteln wie Sojamilch oder Porridge aus Mais beziehungsweise Hirse und Soja versorgt." Noch vor einem Jahr sei die Ernährungs-Station des Krankenhauses verwaist gewesen. "Inzwischen platzt sie aus allen Nähten. Zurzeit sind dort 25 Kinder untergebracht." Häufig kommen bei den ohnehin geschwächten Kindern noch Malaria, starker Husten oder Lungenentzündung hinzu.

Allein für die Ernährung benötigt die Station circa 60 Euro pro Kind und Woche — die Kosten für Medikamente nicht mit eingerechnet. Erschwert, sagt Kunz, werde die Situation auch durch die horrend gestiegenen Preise für Lebensmittel, weil die Ernten gering ausfielen oder ganz ausblieben.

Die Helfer vor Ort arbeiten eng mit den kommunalen Gesundheitsdiensten zusammen. Unter anderem weitet "SALEM" den mobilen Gesundheitsdienst aus, indem schwerpunktmäßig richtige Ernährung, Impfaktionen und Familienplanung propagiert und organisiert werden. Wenn die Kinder nach etwa zwei Wochen das Krankenhaus verlassen, werden sie weiter betreut. Carl-Wilhelm Bienefeld bittet dafür um Unterstützung.

(NGZ)