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Kaarst: Hier droht Gefahr für Radfahrer

Kaarst : Hier droht Gefahr für Radfahrer

Schmale, unübersichtliche Wege, Schranken und Kreuzungen: Hans Koenen und Horst Luhmer vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub erklären, an welchen Stellen im Kaarster Stadtgebiet Radler besonders aufpassen müssen.

Die Zahl der Fahrradunfälle im Straßenverkehr ist in den vergangenen zwölf Jahren um zwölf Prozent gestiegen – deutschlandweit. Dass es auch im Kaarster Stadtgebiet viele Ecken gibt, die Radfahrern das Leben schwer machen, wissen Hans Koenen und Horst Luhmer vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) aus Erfahrung. Die NGZ nennt vier Beispiele:

L 154 Im Bereich Stakerseite ist der Radweg stark verschwenkt und dem Radfahrer wird die Vorfahrt genommen. Horst Luhmer fordert, dass der Radweg parallel zur L 154 geführt wird, damit die Radler vom motorisierten Verkehr auch wahrgenommen werden. "Vorfahrt achten", "absteigen" – so etwas müsse es dann auf einer Vorfahrtsstraße nicht mehr geben, sagt er. Luhmer weiß aber auch, dass die vom ADFC geforderten Maßnahmen hin zu einer Gleichberechtigung des Radverkehrs nicht von heute auf morgen umzusetzen sind.

Maubisstraße/Erftstraße "Entdecke die Möglichkeiten" ist ein Werbeslogan, an den sich der Radfahrer auf der Maubisstraße erinnert führt. Vom Kreisverkehr Richtung Neusser Straße unterwegs, muss er mit den unterschiedlichsten Lösungen leben. Da gibt es einen Bordsteinradweg, der nicht nur schmal ist, sondern den Einbauten, wie Lichtmaste weiter begrenzen. Fußgänger, die die Maubisstraße überqueren wollen, blockieren den Radweg, der irgendwann auf der Straße verläuft und mit einem weißen Steifen als solcher markiert ist. In Höhe von Frisör Braun endet er dann komplett. An der Erftstraße schlängelt sich ein sehr schmaler Radweg neben dem Gehweg entlang.

Niederdonker Straße Nördlich der Autobahn A 52 an der Niederdonker Straße gibt es neues Beispiel für ein altes Ärgernis, das der ADFC seit Jahren kritisiert: Schranken, die den Radfahrer immer wieder ausbremsen. Hans Koenen beklagt Folgendes: "Für diese Schranken ist Kaarst berühmt." Er weiß, dass Radfahrer diese Hindernisse nach Möglichkeit umgehen. Spuren dieses Ausweichverhaltens sind deutlich sichtbar. Ein entsprechendes Verkehrsschild signalisiert die Benutzungspflicht des von der Straße abgekoppelten Radweges. In Höhe des Baggersees häufen sich die Schranken. Plötzlich endet dann der Radweg, den Horst Luhmer dort ohnehin für entbehrlich hält.

Kreuzung Gustav-Heinemann-Straße/Neersener Straße Wer als Radfahrer vom Kaarster Bahnhof kommt und zu Edeka oder Aldi möchte, braucht viel Geduld. Zunächst muss er die Antoniusstraße überqueren. Dazu gilt es, den Knopf an der "Bettelampel" zu drücken und zur warten, dass die Ampel auf Grün springt. Am anderen Ende der Neersener Straße angekommen, muss die Neersener Straße in entgegengesetzter Richtung überquert werden. Auch dort muss der Radfahrer auf Grün warten. Horst Luhmer weiß, dass viele Radler über den Edeka-Parkplatz fahren. Und er hofft, dass der Kritikpunkt im Rahmen der geplanten Veränderungen beseitigt wird.

(NGZ)