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Kaarst: Heinemann-Straße vor Umbau

Kaarst : Heinemann-Straße vor Umbau

Weil sich an der Kreuzung Neersener Straße, K4, Gustav-Heinemann-Straße regelmäßig lange Rückstaus bilden, soll der Verkehrsknotenpunkt optimiert werden. Mit dem Bau einer dritten Fahrspur wird im September begonnen.

Noch ist er eine "der" Problemzonen im Kaarster Straßennetz: der Verkehrsknotenpunkt Neersener Straße (L 390), K4, Gustav-Heinemann-Straße. Immer wenn die Regiobahn kommt und die Schranke zum Bahnübergang schließt, heißt es Warten — lange und unter Umständen sogar mitten im Kreisverkehr. In den vergangenen Wochen, als die Kaarster Straße wegen Bauarbeiten komplett gesperrt war, war die Situation besonders chaotisch. Die gute Nachricht ist: Sobald die Straßensanierung in Holzbüttgen erledigt ist, nimmt sich dasselbe Straßenbauunternehmen der Lösung der anderen, oben beschriebenen "Problemzone" an.

Grün für Linksabbieger

Vor zwei Wochen hat der Hauptausschuss den Auftrag vergeben. Der Startschuss für den Umbau soll voraussichtlich Anfang September fallen. "Wir haben die Maßnahme Gustav-Heinemann-Straße absichtlich im Anschluss an die Arbeiten auf der Kaarster Straße terminiert, um nicht zwei wichtige Nord-Süd-Verbindungen gleichzeitig zu belasten", sagt Manfred Meuter, Technischer Beigeordneter im Kaarster Rathaus. Dass die Kreuzung Gustav-Heinemann-Straße wegen sich regelmäßig bildender Rückstaus "optimiert" werden muss, ist seit langem bekannt. Jetzt wird neben den beiden bestehenden Fahrspuren eine dritte gebaut.

Wer aus der Gustav-Heinemann-Straße kommend geradeaus über die Kreuzung und die Bahngleise hinweg will, soll dafür künftig zwei Spuren zur Verfügung haben, die rechte ist gleichzeit Rechtsabbiegespur. Linksabbieger bekommen eine eigene Ampel, die auch dann Grün zeigt, wenn die Regiobahn-Schranke nach unten geht. Gutachter gehen davon aus, dass so eine Überstauung des Kreisverkehrs mit 95-prozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Um Zeit und Geld zu sparen, soll der Ausbau, für den ursprünglich rund 200 000 Euro veranschlagt waren, in einem Arbeitsschritt erledigt werden. Weil die Verwaltung mit dem Landesbetrieb vereinbart hat, dass kleinere Erneuerungen der Deckschicht im Kreuzungsbereich auf Kosten von Straßen NRW gleich mit erledigt werden, kommt die Stadt jetzt mit rund 170 000 Euro Gesamtkosten davon.

Die Grünen hätten das Geld lieber für soziale Zwecke verwendet, die UWG spricht von "Verschwendung" und verweist auf ihre Forderung, zunächst die Schließzeiten der Schranken und die Ampelschaltung zu optimieren. Die CDU indes ist hochzufrieden. "Der Ausbau der K 37n zum neuen Gewerbegebiet ,Kaarster Kreuz' wird Auswirkungen auf alle anderen Verkehrsknotenpunkte in Kaarst haben", sagt Ingo Kotzian, Obmann Planung der Unions-Fraktion. "Deshalb ist es wichtig, dass alle in einem optimalen Zustand sind."

Vize-Fraktionschef Lars Christoph betont: "Wichtig ist, dass wir ein Gesamtpaket geschnürt haben, das sowohl die Anlage eines zusätzlichen Fahrstreifens als auch die Optimierung der Ampelanlage vorsieht. Hätte man nur eines von beidem gemacht, wäre das Stückwerk, das die Situation nicht verbessern würde. Letztendlich lägen die Kosten dann deutlich über dem jetzigen Ansatz."

(NGZ/ac)