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Kaarst: Gute Sicht auf den ESC

Kaarst : Gute Sicht auf den ESC

Erstmals fand vor dem Kaarster Rathaus ein Public Viewing statt. Rund 1000 Besucher kamen.

Wer einen Liegestuhl ergattern konnte, hatte während der dreistündigen Show den gemütlichsten Platz. Knapp tausend Menschen besuchten im Laufe des Abends den Neumarkt, um beim von der Agentur Fritz Event organisierten Public Viewing zum Eurovision Songcontest dabei zu sein — bei Grillwürstchen, Flammkuchen und Cocktails.

Die Fans drückten Lena kräftig die Daumen. Foto: L. Berns

Vorab erlebten sie die Tanzgruppe des TV Gut Heil Büttgen-Vorst und Künstler der Musikschule Kaarst auf der Bühne, ehe um Punkt 21 Uhr die Moderatoren Anke Engelke, Judith Rakers und Stefan Raab auf der Leinwand erschienen. Elf Minuten später wurden die Telefonleitungen frei geschaltet und der Finne Paradise Oskar eröffnete den Musikmarathon. Um 21.33 Uhr traten die Zwillinge "Jedward" auf. Die beiden Iren waren ein Favorit des Wettbewerbs, auch für die Besucher am Neumarkt. "Die Musik und der Rhythmus sind einfach klasse", urteilte Meike Gehrmann. Auch Christoph Pilz gefiel der flippige Beitrag: "Ihr Tanzstil und die Frisuren sind trendy." Trotzdem drückte der Zehnjährige vor allem Lena die Daumen. Er hatte sich eine Deutschlandfahne umgehängt und sich das Eurovisions-Herz ins Gesicht gemalt.

Als Lena schließlich um 22.15 Uhr angekündigt wurde, reckte sich auch die erste schwarz-rot-goldene Flagge gen Himmel. Minuten später war für ihre Besitzerin Saskia Steinborn klar: "Lena war bisher die beste." Auch Alex Christov rechnete ihr gute Chancen aus, als Favorit erkannte er aber ebenfalls die Iren. "Das Gesamtbild stimmt. Sie sind flippig und witzig, ihr Lied ist ein Ohrwurm", sagte er.

Der Regen störte kaum

Willi Steinborn gefiel bis zu diesem Zeitpunkt die Schweiz am meisten. Gita Holzapfel wünschte Island den Sieg. "Das Lied ging ans Herz", sagte sie. Daniel Stelzmann sah es ganz patriotisch: "Eine Deutsche sollte auch in Deutschland gewinnen." Ebenso treu zeigte sich Heinz Wirnsberger, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Rathausarkaden. Als Österreicher wünschte er seiner Landsfrau Nadine Beiler den Sieg.

Zu Beginn der Telefonabstimmung setzte für einige Minuten Regen ein. Die Sitzbänke vor der Leinwand leerten sich, die Zuschauer suchten sich einen Platz unter den aufgebauten Zeltdächern. Eine Partystimmung brach deshalb nicht ab, da es den ganzen Abend eher ruhig blieb. "Alles ein bisschen steif hier", sagte Michael Langer. Das empfand auch Elisabeth Thiel, die die Veranstaltung allgemein trotzdem als gelungen bezeichnete. "Es ist eine tolle Idee für Familien. Hier sind Jung und Alt zusammen und schauen sich die Show an", sagte sie.

(NGZ)