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Kaarst: Grüne: Neue Fragen zu Ikea

Kaarst : Grüne: Neue Fragen zu Ikea

Nachhaltigkeit, Verkehr, Grünplanung – die Grünen stehen den Planungen für das Gewerbegebiet "Kaarster Kreuz" und die Umsiedlung Ikeas nach wie vor kritisch gegenüber. Die Verwaltung haben sie deshalb um Antworten gebeten.

Nachhaltigkeit, Verkehr, Grünplanung — die Grünen stehen den Planungen für das Gewerbegebiet "Kaarster Kreuz" und die Umsiedlung Ikeas nach wie vor kritisch gegenüber. Die Verwaltung haben sie deshalb um Antworten gebeten.

Im Juli haben die Kaarster Grünen der Verwaltung diverse Fragen zum Stand der Dinge beim Großprojekt "Gewerbegebiet Kaarster Kreuz/Ikea" gestellt. Gestern, im Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss, wurden sie beantwortet. Die NGZ hat einen Teil zusammengefasst:

Nachhaltigkeit Die Grünen fragen: Wann beginnt die Planung für eine Nachhaltigkeitsstrategie? Die Verwaltung sagt: Sie hat bereits begonnen. Was die Umweltanforderungen betreffe, seien diese ohnehin im Baugesetzbuch verankert, die Umsetzung werde in die Arbeiten zu den Bauleitplänen integriert. Darüber hinausgehende Anforderungen, zum Beispiel die Energieversorgung und Photovoltaik, die Nutzung von Erdwärmepotenzialen oder die Grüngestaltung betreffend, müssten unter Mitwirkung von Ikea entwickelt werden. Ein gemeinsamer Termin zur Erörterung habe bislang noch nicht vereinbart werden können.

Verkehr Die Grünen fragen: Gibt es weitere Verkehrszählungen und/oder -gutachten, die den Fraktionen bislang nicht vorgelegt wurden? Die Stadt sagt: Nein. Sämtliche der Verwaltung bekannten Untersuchungen sind der Politik bekannt.

Nachbarschaft Die Grünen fragen: Haben die Planungen der Stadt Neuss bezüglich der Ansiedlung eines Möbelhauses in Allerheiligen Auswirkungen auf die Planungen in Kaarst? Die Verwaltung sagt: Nein, in dieser Hinsicht besteht keine Abhängigkeit.

Bäume Die Grünen fragen: Sind die geplanten Baumfällungen im Bereich der L 390 und des Nordkanals mit dem Rahmenplan vereinbar und — welche Ausgleichsmaßnahmen gibt es? Die Stadt sagt: Die Fällungen widersprechen dem Rahmenplan nicht. Der sehe an dieser Stelle in der Tat "Grünstrukturen" vor. Der Charakter eines Grünzugs bleibe wohlgemerkt erhalten, weil die Böschungen des Nordkanals unbefestigt blieben. Vegetation könne sich dort somit wieder entwickeln. Als Ausgleich für die Fällungen seien verschiedene Flächen für Baumanpflanzungen vorgesehen — innerhalb und außerhalb des Plangebiets.

Ankauf Die Grünen fragen: Welche Mittel sind zum Ankauf von Grundstücken im Bereich Hüngert und der Erschließung im Haushalt 2012 eingeplant? Die Verwaltung sagt: 400 000 bis 500 000 Euro.

Abriss Die Grünen fragen: Ist ein Abriss der Halle von "CB.Hoffmann" geplant? Die Stadt sagt: Nein. Die Halle sei entsprechend einer erteilten Baugenehmigung rechtmäßig errichtet.

Lärm Die Grünen fragen: Welche Auswirkungen werden für Holzbüttgen erwartet? Die Verwaltung sagt: Die zu erwartenden Steigerungen des Verkehrslärms liege — unter Zugrundelegung der Werte aus der Verkehrsuntersuchung — in einem Bereich "unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle".

(NGZ/rl)