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Kaarst: Großbaustelle belastet L 390

Kaarst : Großbaustelle belastet L 390

Der Ausbau der A 57 zwischen dem Kreuz Kaarst und Neuss-West führt vor allem auf der L 390 zu Behinderungen. Derzeit steht in beide Richtungen nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Ab Mai soll sich die Situation entspannen.

Eine gute Woche noch durchhalten, bis zum 30. April, dann wird alles besser – also auf der L 390. Das verspricht Josef de Mülder jedenfalls. De Mülder ist Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen.NRW und als solcher unter anderem zuständig für den sechsspurigen Ausbau der A 57 zwischen dem Kreuz Kaarst und dem Kreuz Neuss-West.

Die Regiobahn-Trasse führt mitten durch die Baustelle. Foto: Berns, Lothar

Ab 2014 soll der Verkehr auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Autobahnen des Landes nach derzeitiger Planung über zwei zusätzliche Fahrspuren in Richtung Krefeld und in Richtung Köln deutlich geschmeidiger fließen. Mittlerweile sind die Baukolonnen bis zur Abfahrt Holzbüttgen vorgerückt. Dort wird die Autobahnbrücke bei laufendem Verkehr abgerissen und neu aufgebaut. Das bekommen vor allem die Kaarster zu spüren. Vor zwei Wochen wurde die L 390 im Bereich "Neersener Straße /Viersener Straße" ein Wochenende lang komplett gesperrt – wegen der Demontage des westlichen Teils des Brückenbauwerks. Der gesamte Überbau, ein komplettes Widerlager und vier Pfeiler wurden dem Erdboden gleichgemacht.

Um darüber Platz zu schaffen, wird der Nordkanal durch Betonrohre geleitet. Foto: Berns, Lothar

Für die Arbeiter bedeutete das: etwa 5500 Tonnen Stahlbeton abreißen, zerkleinern und abtransportieren. Das hat gut geklappt. Momentan ist die L 390 teilgesperrt. In Fahrtrichtung Neuss wie in Fahrtrichtung Kaarst steht jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung – voraussichtlich noch bis zum 30. April. "Dann", sagt de Mülder, "können wir eine dritte Fahrspur schaffen, um die Situation erträglicher zu machen." Aktuell staut sich der Verkehr an der Auffahrt Richtung Köln mindestens bis zu McDonalds zurück.

Weil für den weiteren Brückenaufbau sogenannte Spunddielen gerammt werden müssen, brauchen die Baufahrzeuge derzeit noch viel Platz. Deshalb wird der Nordkanal unter der Brücke durch sechs einen Meter breite und 80 Meter lange Betonrohre geleitet. "Darüber", sagt de Mülder, "haben wir eine zusätzliche Arbeitsebene geschaffen." Spätestens nach Abschluss der Arbeiten in Fahrtrichtung Köln in 2013 wird sie wieder entfernt. Bis dahin, sagt de Mülder, müssen die Kaarster noch mit bis zu vier Vollsperrungen auf der L390 rechnen. Aber – "alle finden an einem Wochenende statt."

(NGZ)